Deutsche Tageszeitung - Stromausfall in Reutlingen: Behörden gehen von Brandstiftung in Umspannwerk aus

Stromausfall in Reutlingen: Behörden gehen von Brandstiftung in Umspannwerk aus


Stromausfall in Reutlingen: Behörden gehen von Brandstiftung in Umspannwerk aus

Einer der Brände in Reutlinger Umspannwerken, die am Montag zu einem großflächigen Ausfall der Stromversorgung geführt hatten, ist nach Erkenntnissen der Behörden durch Brandstiftung verursacht worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand seien "ein oder mehrere bislang noch unbekannte Täter" auf das Gelände des Umspannwerks "Reutlingen-West" eingedrungen, um dort an mehreren Stellen Feuer zu legen, teilte das baden-württembergische Landeskriminalamt am Dienstag in Stuttgart mit. Hierbei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein.

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In der 120.000-Einwohner-Stadt Reutlingen und mehreren Nachbargemeinden war in der Nacht zum Montag nach Bränden in zwei Umspannwerken die Stromversorgung ausgefallen. Der Sachschaden allein bei den Stromversorgern geht nach deren Angaben in die Millionen, dazu kommen die Schäden vor allem bei Gewerbetreibenden. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bat die Bevölkerung um Mithilfe und Hinweise zu dem Vorfall.

Betriebe mussten wegen des Stromausfalls ihre Arbeit einstellen, Supermärkte mussten verderbliche Lebensmittel wegen der nicht funktionierenden Kühlung entsorgen. Wie die Netzbetreiber erklärten, waren auch am Dienstag etwa 50 Gewerbekunden nicht am Stromnetz.

In Reutlingen und den umliegenden Gemeinden ist inzwischen die Stromversorgung wieder größtenteils hergestellt. Nahezu alle betroffenen Privathaushalte seine zumindest wieder provisorisch mit Strom versorgt, teilten die Betreiber am Dienstag mit.

(A.Nikiforov--DTZ)

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