Deutsche Tageszeitung - Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin

Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin


Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin
Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin / Foto: © Slowo Podlasia/AFP

Die Erschießung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in Polen war nach den Worten des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk aller Wahrscheinlichkeit nach ein "politischer Mord". Darauf deuteten "alle Hinweise" hin, sagte Tusk am Mittwoch. Falls die Erschießung von Russland in Auftrag gegeben worden sei, "dann ist dies auch eine sehr ernste Angelegenheit mit internationaler Dimension", fügte Tusk hinzu.

Textgröße ändern:

Skrepezki, mit bürgerlichem Namen Robert Kusowkow, galt als Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der 44-Jährige war für seine mitunter provokativen Karikaturen bekannt, mit denen er bekannte russische Politiker aufs Korn nahmen - darunter auch den früheren sowjetischen Diktator Josef Stalin. Auch der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, sowie bekannte russische Oppositionelle bekamen in Skrepezkis satirischen Porträts ihr Fett weg.

Der Künstler war am Montag in Biala Podlaska im Osten Polens auf offener Straße erschossen worden. Nach Angaben der polnischen Behörden feuerte ein Bewaffneter dreimal mit einer Pistole auf ihn. Als der Künstler zu Boden sackte, gab der Angreifer aus nächster Nähe zwei weitere Schüsse auf den Russen ab. In Verbindung mit dem Mord wurden laut der Bezirksstaatsanwaltschaft von Lublin zwei belarussische Staatsangehörige festgenommen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Venezuelas Interims-Regierung spricht mit Opposition über demokratischen Übergang

Die venezolanische Interims-Regierung hat unter Vermittlung der USA Gespräche mit der Opposition über einen Demokratisierungsprozess des Landes aufgenommen. Bei einem Treffen zwischen Parlamentspräsident Jorge Rodríguez und der Oppositionspolitikerin Dinorah Figuera am Donnerstag sei ein "Fahrplan für einen Dialog zum demokratischen Übergang" erörtert worden, erklärte US-Außenamtssprecher Tommy Pigott. Dabei handele es sich um "einen erster Schritt in einem wohlüberlegten Prozess zur Sicherung einer freien und offenen venezolanischen Gesellschaft".

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen

Nach langer Restaurierung erstrahlt die Westfassade des Parthenon-Tempels in Athen wieder wie zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts: "Der Anblick ist wirklich überwältigend", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag. Der vor rund 2500 Jahren zu Ehren der Göttin Athene errichtete Tempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und zieht pro Jahr mehr als vier Millionen Touristen an.

Textgröße ändern: