Deutsche Tageszeitung - Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen

Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen


Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen
Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen / Foto: © AFP/Archiv

Rund ein halbes Jahr nach Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht im nordrhein-westfälischen Dormagen haben Ermittler mehrere Tatverdächtige identifiziert. Es handle sich um fünf Beschuldigte im Alter von 21 bis 29 Jahren, teilte die Polizei in Neuss am Donnerstag mit. Fünf Wohnungen in Dormagen seien durchsucht und Beweismittel wie Datenträger und Kleidung beschlagnahmt worden. Diese würden jetzt ausgewertet.

Textgröße ändern:

In Dormagener Stadtteil Hackenbroich waren Polizisten und Feuerwehrleute in der Silvesternacht gezielt mit Feuerwerkskörpern beschossen und beworfen worden, unter anderem bei den Löscharbeiten während eines Wohnungsbrands. Nach früheren Behördenangaben wurden dabei eine Beamtin leicht verletzt sowie ein Streifenwagen beschädigt. Die Rede war von bis zu 100 "Störern", die Polizei zog damals ein Großaufgebot zusammen.

Die Verdächtigen mussten die Ermittler zeitweilig zu einer Polizeiwache begleiten, blieben aber auf freiem Fuß. Identifiziert wurden sie den Angaben zufolge "im Rahmen wochenlanger Ermittlungsarbeit und nach Zeugenhinweisen". Die Polizei dulde derartige Angriffe wie in der Silvesternacht nicht, teilten die Beamten weiter mit. "Feuerwehr und Polizei sind für das Wohl jedes Einzelnen verantwortlich, sie dürfen nicht zur Zielscheibe von Unzufriedenheit und Gewalt gemacht werden."

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen

Nach langer Restaurierung erstrahlt die Westfassade des Parthenon-Tempels in Athen wieder wie zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts: "Der Anblick ist wirklich überwältigend", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag. Der vor rund 2500 Jahren zu Ehren der Göttin Athene errichtete Tempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und zieht pro Jahr mehr als vier Millionen Touristen an.

"Beleidigte Leberwurst": Scharfe Kritik an Wadephuls Überlegung zu UN-Kürzungen

Mit Überlegungen zu einer Kürzung der deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf scharfen Widerspruch gestoßen. Wadephul begründete seinen Vorstoß gegenüber der "Rheinischen Post" mit der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat: "Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden." Grüne und Linke, aber auch der Koalitionspartner SPD übten Kritik. Lob bekam Wadephul von der AfD.

Textgröße ändern: