Deutsche Tageszeitung - Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon

Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon


Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon
Haftstrafe wegen Veruntreuung für Ex-Mann von Schottlands früherer Regierungschefin Sturgeon / Foto: © AFP/Archiv

Der Ex-Mann von Schottlands ehemaliger Regierungschefin Nicola Sturgeon und frühere Chef der Regierungspartei SNP, Peter Murrell, ist am Dienstag wegen der Veruntreuung von Parteifinanzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Murrell hatte sich im vergangenen Monat schuldig bekannt, mehr als 400.000 Pfund (rund 464.000 Euro) der SNP veruntreut zu haben.

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Eine jahrelange Untersuchung der SNP-Finanzen hatte die schottische Regierungspartei erschüttert und zu mehreren Rücktritten geführt.

Der 61-jährige Murrell, der zwei Jahrzehnte lang Geschäftsführer der SNP war, war 2023 festgenommen worden. Die Polizei hatte zuvor das Haus durchsucht, in dem er gemeinsam mit seiner damaligen Frau Sturgeon gewohnt hatte.

Sturgeon, die jegliche Kenntnis der Straftaten ihres Ex-Mannes bestritten hatte und im Rahmen der Ermittlungen entlastet wurde, trat im Februar 2023 als Regierungschefin Schottlands zurück. Auch Sturgeon war im Zuge der Ermittlungen im Juni 2023 festgenommen worden. Die Vorwürfe gegen sie wurden jedoch fallengelassen.

Bei der Urteilsverkündung erklärte der zuständige Richter James Young, Murrells Handlungen stellten "einen erheblichen Vertrauensbruch" gegenüber der Partei, den Parteimitgliedern und Spendern dar. "Die Art und Weise der Veruntreuung war zwar nicht besonders raffiniert, umfasste jedoch die Fälschung von Rechnungen."

Murrell habe die Parteigelder für extravagante Anschaffungen verwendet, darunter für ein Wohnmobil, Autos, Schmuck, Kaffeemaschinen, luxuriöse Salz- und Pfeffermühlen sowie Videospiele.

Sturgeon hatte sich angesichts des Schuldbekenntnis ihres Ex-Mannes "zutiefst entsetzt" über dessen Taten geäußert. "Von einem Ehemann, den ich liebte und dem ich vertraute, getäuscht und im Stich gelassen zu werden, hat mir großen Schmerz zugefügt", erklärte Sturgeon im Onlinedienst Instagram.

Sturgeon war Anfang des Jahres als Abgeordnete zurückgetreten. Damit beendete sie eine fast 30-jährige Karriere als eine der wichtigsten Galionsfiguren der schottischen Unabhängigkeitsbewegung.

(V.Sørensen--DTZ)

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