Deutsche Tageszeitung - Ehefrau nach Trennung erstochen: Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags in Hannover

Ehefrau nach Trennung erstochen: Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags in Hannover


Ehefrau nach Trennung erstochen: Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags in Hannover
Ehefrau nach Trennung erstochen: Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags in Hannover / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Totschlags an seiner Ehefrau hat das Landgericht Hannover einen Mann zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht habe die Tat wie angeklagt als erwiesen angesehen, teilte ein Gerichtssprecher am Montag mit. Der 43-jährige Angeklagte hatte seine Ehefrau nach ihrer Trennung am Tag ihres Auszugs im gemeinsamen Reihenhaus in Hannover mit mehreren Messerstichen getötet.

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Den Angaben zufolge litt der 43-Jährige infolge der Trennung seiner Ehefrau im November 2025 unter psychischen Belastungen. Er habe etwa die Vorstellung entwickelt, seine Ehefrau wolle ihn vergiften oder zum Suizid drängen. Zudem habe er sich Sorgen um sein Vermögen gemacht und finanzielle Nachteile im Zuge der Trennung befürchtet. Auch der mögliche Verlust des gemeinsamen Sohns habe ihn belastet.

Der genaue Ablauf der Tat im Januar ließ sich laut Gerichtsangaben nicht mehr klären. Der Angeklagte stritt die Tat zwar nicht ab, gab aber an, keine Erinnerung mehr daran zu haben. Nach der Tat versuchte er, Suizid zu begehen, indem er sich verletzte und auf einer Autobahn vor einen Lastwagen sprang. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(P.Tomczyk--DTZ)

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