Deutsche Tageszeitung - Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher

Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher


Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher
Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher / Foto: © AFP

Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen zum Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen. Der Mann aus dem Raum Hannover sei am Montag im Zusammenhang mit einer "Sorgerechtssache" in der Einrichtung gewesen, in der seine dreimonatige Tochter und die Kindsmutter untergebracht gewesen seien, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol vor Journalisten in Stade.

Textgröße ändern:

Bei den sechs Toten handelt es sich demnach um vier Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter des privaten Trägers der Jugendhilfeeinrichtung und des Jugendamts. Das Kind des Verdächtigen und die Kindsmutter blieben unverletzt, wie Schuol weiter sagte.

Der mutmaßliche Schütze wurde kurz nach der Tat festgenommen. Er war in einem von einer Frau gesteuerten Auto auf der Flucht, als er von Polizisten gefasst wurde. Auch die mutmaßliche Fahrerin wurde festgenommen. Sie stammt nach ersten Erkenntnissen der Ermittler aus dem erweiterten Bekannten- oder Familienkreis des Manns.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Tödliche Messerattacke auf Mann in Uelzen: Zehn Jahre Haft wegen Totschlags

Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Mann im niedersächsischen Uelzen ist ein 27-Jähriger zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das entschied das Landgericht Lüneburg nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag. Der Beschuldigte hatte einen algerischen Staatsbürger im Januar auf offener Straße mit einem Küchenmesser tödlich verletzt. Angeklagt war die Tat als Mord aus fremdenfeindlichem Motiv, davon war die Kammer nach der Beweisaufnahme allerdings nicht überzeugt.

Ermittler entdecken anderthalb Tonnen Crystal Meth im Hamburger Hafen

Ermittler haben in einem Container im Hamburger Hafen anderthalb Tonnen Crystal Meth entdeckt. Die Drogen wurden beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Demnach fanden Einsatzkräfte das Crystal Meth bereits Anfang Mai bei einer Kontrolle. Ein Container, der von Pakistan nach Hamburg kam und angeblich Reis enthalten sollte, fiel bei einer Röntgenkontrolle auf.

Gericht: Katholische Kinder haben keinen Vorrang an jeder Bekenntnisschule

Eine konfessionslose Schülerin muss laut einer Gerichtsentscheidung vorläufig an einer katholischen Grundschule in Bonn aufgenommen werden. Das entschied das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster laut Mitteilung vom Donnerstag im Eilverfahren. Hintergrund der Entscheidung war eine grundsätzliche Klarstellung: Demnach haben katholische Kinder keinen Anspruch darauf, unabhängig von der Wohnortnähe bevorzugt an einer katholischen Grundschule aufgenommen zu werden.

Tourismusbehörde: Mindestens acht Deutsche nach Sturzflut in Nepal vermisst

Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal werden nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens acht Deutsche vermisst. Insgesamt gibt es keine Nachrichten von 517 Ausländern, wie die nepalesische Tourismusbehörde am Donnerstag mitteilte. Darunter sind unter anderem 178 Touristen aus Indien, 65 Reisende aus den USA und 33 Briten.

Textgröße ändern: