Deutsche Tageszeitung - Pflegeheimbewohnerin in Chemnitz getötet: 23-Jähriger kommt in Psychiatrie

Pflegeheimbewohnerin in Chemnitz getötet: 23-Jähriger kommt in Psychiatrie


Pflegeheimbewohnerin in Chemnitz getötet: 23-Jähriger kommt in Psychiatrie
Pflegeheimbewohnerin in Chemnitz getötet: 23-Jähriger kommt in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Tötung einer 91-jährigen Frau in einem Altenpflegeheim hat das Landgericht Chemnitz die Unterbringung eines 23-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Das entschied das Gericht in der sächsischen Stadt am Montag in einem Sicherungsverfahren, wie eine Sprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass der Beschuldigte die betagte Frau im Januar in der Einrichtung, in der sie sich zur Kurzzeitpflege befand, erdrosselt hatte. Allerdings habe der 23-Jährige im Zustand der Schuldunfähigkeit aufgrund einer schizophrenen Erkrankung gehandelt.

Er war nach der Tat auf Grundlage einer Zeugenaussage von den Beamten in dem Pflegeheim festgenommen worden und später in Untersuchungshaft gekommen. Der 23-Jährige war aus dem Libanon nach Deutschland gekommen, um hier eine Pflegeausbildung zu absolvieren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Bei einem Sicherungsverfahren wird eine reguläre Hauptverhandlung vor Gericht geführt. Der Beschuldigte wird aber nicht verurteilt, weil er für die Tat beispielsweise aufgrund einer psychischen Erkrankung rechtlich nicht verantwortlich gemacht werden kann. Stattdessen beantragt die Staatsanwaltschaft zum Beispiel die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Mutmaßlicher Dreifachmord in Bayern: Prozess gegen 38-Jährigen ab Oktober

Vor dem Landgericht im bayerischen Deggendorf beginnt am 1. Oktober ein Prozess wegen mutmaßlichen dreifachen Mordes gegen einen 38-Jährigen aus dem Landkreis Regen. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, geht es dabei um drei Taten vom Sommer 2025 in der Nachbarschaft des Angeklagten. Dabei soll der Mann jeweils unter Drogeneinfluss gestanden haben.

Neue Freundin von Mann erstochen: Bundesgerichtshof bestätigt Essener Mordurteil

Eine wegen der Ermordung einer anderen Frau verurteilte Angeklagte ist vor dem Bundesgerichtshof (BGH) erfolglos gegen das Urteil vorgegangen. Der BGH fand in der Entscheidung des Landgerichts Essen keine Rechtsfehler, wie aus einem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss hervorgeht. Das Landgericht hatte festgestellt, dass die Frau die neue Freundin ihres Manns auf offener Straße erstochen hatte. (Az. 4 StR 158/26)

Datenanalyse: Teenager in Australien nutzen Onlinedienste fast so stark wie vor Verbot

Nach der Einführung des weltweit ersten Onlinedienste-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien haben junge Menschen in dem Land Angebote wie Instagram und Tiktok zuletzt offenbar wieder verstärkt genutzt. Bei einigen Anwendungen nähern sich die Nutzungsraten dem Niveau vor dem Verbot im Dezember, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten von Qustodio, einer Kontroll-App für Eltern, zeigten.

Kettenkarussell bleibt stehen: Fahrgäste in Hamburg aus 25 Metern Höhe gerettet

Anderthalb Stunden haben Fahrgäste eines kaputten Kettenkarussells in 25 Metern Höhe ausharren müssen, bis die Feuerwehr sie sicher zu Boden brachte. Der Vorfall passierte am späten Dienstagabend auf dem Hamburger Volksfest Dom, wie die Feuerwehr der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. Das Karussell hat demnach einen Turm von 70 Metern Höhe, es sei wegen eines Defekts auf halber Höhe stehen geblieben.

Textgröße ändern: