Deutsche Tageszeitung - Einsturz befürchtet: Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus

Einsturz befürchtet: Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus


Einsturz befürchtet: Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus
Einsturz befürchtet: Instabiler New Yorker Wolkenkratzer löst Großalarm aus / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

In New York hat ein womöglich einsturzgefährdeter Wolkenkratzer einen Großalarm ausgelöst. Polizei und Rettungsdienste räumten am Dienstag im morgendlichen Berufsverkehr Straßen und Gebäude rund um das Hochhaus in der East 42nd Street. Zwei tragende Säulen in dem 37-stöckigen Turm hatten sich verformt, wie die Feuerwehr mitteilte. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani sprach von einer "äußerst ernsten Lage".

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"Das Gebäude bleibt instabil", sagte Mamdani bei einer Pressekonferenz. Eine der eingeknickten Säulen bewege sich weiter, zudem gebe es Risse in dem Gebäude. "Ich bin dankbar, berichten zu können, dass es derzeit keine Verletzten gibt", sagte Mamdani. Auch alle Arbeiter seien wohlauf.

Der ehemalige Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer wird derzeit in ein Wohngebäude umgebaut. Die Rettungsdienste waren wegen herabfallender Steine zu dem Hochhaus unweit des Bahnhofs Grand Central und des Sitzes der Vereinten Nationen gerufen worden. "Beim Eintreffen stellten die Einheiten fest, dass sich zwei Säulen im 21. und 22. Stock verformt hatten", erklärte die Feuerwehr. "Die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock hängen durch."

Der Bauarbeiter Fernando Sanchez sagte, die Träger hätten sich verbogen. "Wir alle mussten schnell raus", erzählte der 50-Jährige. Einsatzkräfte brachten die Menschen in umliegenden Hotels, Geschäftsgebäuden und Wohnungen in Sicherheit, auch eine Schule wurde geräumt. Polizisten riegelten Straßen ab. Insgesamt waren etwa 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz.

Die Menschen könnten erst dann zurückkehren, wenn jede Gefahr ausgeschlossen werden könne, sagte Bürgermeister Mamdani. Der Projektingenieur arbeite mit Statikern zusammen, um das Gebäude zu stabilisieren. Die Behörden setzten eine Drohne ein, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten.

Clifford Johnsen von der Baugewerkschaft Steamfitters Local 638 übte scharfe Kritik an den Umbauten in dem ehemaligen Pfizer-Hochhaus, wo bis zum kommenden Jahr rund 1600 Luxuswohnungen entstehen sollen. Das Aufsetzen zusätzlicher Stockwerke auf das bestehende Bürogebäude habe Druck auf die Stützpfeiler ausgeübt, sagte er. Die Bauarbeiten seien offenbar nicht richtig geplant. "Ich bin seit 21 Jahren im Baugewerbe, und ich habe noch nie einen Träger gesehen, der sich in der Mitte durchbiegt – das ist hochgradig gefährlich", sagte Johnsen.

Die New Yorker Gebäudebehörde erklärte im Onlinedienst X, ihre Statiker seien vor Ort und untersuchten "mögliche strukturelle Probleme in der 235 East 42nd Street in Manhattan".

Der Projektentwickler MetroLoft dankte den Behörden für ihre schnelle Reaktion und versuchte, Befürchtungen über das Einsturzrisiko zu zerstreuen. Betroffen sei nur "ein kleiner Bereich eines der beiden Gebäude auf dem Gelände", erklärte das Immobilienunternehmen nach Angaben der "New York Times". "Das gesamte Gebäude selbst steht nicht vor dem Einsturz."

(B.Izyumov--DTZ)

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