Deutsche Tageszeitung - Merz reist zu Treffen der Ukraine-Koalition und Militärparade nach Paris

Merz reist zu Treffen der Ukraine-Koalition und Militärparade nach Paris


Merz reist zu Treffen der Ukraine-Koalition und Militärparade nach Paris
Merz reist zu Treffen der Ukraine-Koalition und Militärparade nach Paris / Foto: © AFP/Archiv

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am kommenden Montag zu einem Treffen der Ukraine-Koalition in Paris reisen. Auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nehme er am 14. Juli zudem an den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag teil, teilte der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Steffen Meyer, am Freitag in Berlin mit. Merz werde während der traditionellen Militärparade gemeinsam mit Macron auf der Ehrentribüne sitzen.

Textgröße ändern:

Merz habe die Einladung als "große Ehre" empfunden und "sehr, sehr gern zugesagt", sagte Meyer. Die Zusammenarbeit zwischen Macron und Merz sei in den vergangenen Monaten noch enger geworden als zuvor. "Von einer Abkühlung kann da überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil, das Verhältnis ist sehr, sehr gut, und wir arbeiten weiter daran, dass das so bleibt", fügte er hinzu.

Bei der diesjährigen Militärparade sollen rund 500 Soldaten der Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen, unter ihnen auch 21 Bundeswehrsoldaten, die zur Deutsch-Französischen Brigade zählen. Nach Angaben des französischen Präsidialamtes werden auch 25 ukrainische Soldaten in Paris mitmarschieren. Dies sei ein "starkes Symbol" Europas, das sich der "Gefährlichkeit der Welt" bewusst sei und dass es sein "Schicksal in die Hände nehmen" müsse.

Zu der Militärparade auf den Champs-Elysées werden rund 30 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Merz und Macron treffen zudem am Donnerstag kommender Woche im Rahmen des Deutsch-Französischen Ministerrats erneut zusammen. Der Kanzler und der Präsident treffen sich zunächst zu zweit zu einem Arbeitsessen.

Am Freitag tagt dann der Deutsch-Französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Gemeinsam mit weiteren Ministern und Ministerinnen beider Länder finden anschließend bilaterale Gespräche auf Schloss Augustusburg in Brühl statt.

Beim dem deutsch-französischen Ministerrat sollen Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit sowie der gesellschaftliche Austausch und Resilienz im Fokus der Gespräche stehen. Zudem wollen die Regierungsvertreter über deutsch-französische Impulse auf EU-Ebene beraten. Zum Abschluss des Treffens ist eine gemeinsame Pressekonferenz von Merz und Macron um 15.00 Uhr vorgesehen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

20-Jähriger in Leverkusen erstochen - Täter flüchtig

In einer Grünanlage im nordrhein-westfälischen Leverkusen soll ein junger Mann einen 20-Jährigen erstochen haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln am Dienstag mitteilten, war der Täter zunächst flüchtig. Nach ihm wurde gefahndet, auch ein Spürhund und ein Hubschrauber waren dabei im Einsatz.

Eurojackpot geknackt: Fast 40 Millionen Euro gehen nach Schleswig-Holstein

Ein Glückspilz aus Schleswig-Holstein hat den Eurojackpot geknackt und fast 40 Millionen Euro gewonnen. Wie die Westdeutsche Lotterie am Dienstag in Münster mitteilte, bekommt die Gewinnerin oder der Gewinner 39.496.021,60 Euro. Die richtigen Gewinnzahlen lauteten 4, 5, 7, 48 und 50 mit den Eurozahlen 4 und 5.

Bekannte mit Stich in Hals getötet: Dreieinhalb Jahre Haft für Mann in Niedersachsen

Wegen der Tötung einer Bekannten mit einem Stich in den Hals hat das Landgericht im niedersächsischen Hildesheim einen 63-Jährigen am Dienstag zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Totschlags, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 63-Jährige die Frau im Februar in Alfeld getötet hatte.

BSG: Gesetzliche Unfallversicherung greift bei Wegeunfall wegen Unterzuckerung

Die gesetzliche Unfallversicherung greift auch dann, wenn ein Mensch mit Diabetes wegen einer Unterzuckerung auf dem Heimweg sein Wohnhaus verpasst und in einen Autounfall verwickelt wird. Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel gab am Dienstag der Revision eines Beschäftigten der Deutschen Post statt, der sich bei einem entsprechenden Unfall erhebliche Verletzungen zugezogen hatte. (Az. B 2 U 5/24 R)

Textgröße ändern: