Deutsche Tageszeitung - Spanischer Regierungschef Sánchez besucht Waldbrandgebiet in Andalusien

Spanischer Regierungschef Sánchez besucht Waldbrandgebiet in Andalusien


Spanischer Regierungschef Sánchez besucht Waldbrandgebiet in Andalusien
Spanischer Regierungschef Sánchez besucht Waldbrandgebiet in Andalusien / Foto: © AFP

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat am Montag das Waldbrandgebiet in der südlichen Region Andalusien besucht. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, traf Sánchez gemeinsam mit dem andalusischen Regionalpräsidenten Juan Manuel Moreno in der Gemeinde Turre in der Provinz Almería Mitarbeiter der Rettungsdienste. Später war ein Pressestatement geplant.

Textgröße ändern:

Ende Mai hatte Sánchez "größte" Anstrengungen gegen Waldbrände angekündigt und von einer "weiter wachsenden Gefahr" gesprochen.

Einsatzkräfte kämpften am Montag in der Sommerhitze weiterhin gegen das Feuer. Bei dem Brand waren nach jüngsten Angaben 13 Menschen ums Leben gekommen, rund 7000 Hektar Vegetation wurden verwüstet.

Das Feuer war am Donnerstagnachmittag im unweit von Turre gelegenen Los Gallardos ausgebrochen, ausgelöst wurde es offenbar von einem herabgestürzten Stromkabel. Etwa 1500 Menschen mussten das Gebiet zwischenzeitlich verlassen. Nach Angaben der Behörden sind unter den 13 Todesopfern möglicherweise viele Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. In der Gegend leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten. Bis Sonntagabend wurden außerdem zehn Vermisstenanzeigen gestellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Sánchez wegen der Brandkatastrophe am Samstag seine Anteilnahme ausgesprochen. Der linksgerichtete spanische Regierungschef steht derzeit auch wegen Korruptionsvorwürfen gegen sein Umfeld stark unter Druck.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Milliardenklage nach gescheiterter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig

17 Jahre nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen durch Porsche ist eine Musterklage von Anlegern gegen die Autobauer endgültig gescheitert. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Mittwoch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle, das Porsche 2022 Recht gegeben hatte. Es ging in dem Verfahren um die Frage, ob Porsche bei den Informationen für den Kapitalmarkt 2008 verwerflich handelte. (Az. II ZB 21/22)

Leichenschändungen in Klinik: Fünf Jahre Haft für 40-Jährigen in Bielefeld

Wegen sexueller Handlungen an Leichen in einem Krankenhaus hat das Landgericht Bielefeld einen 40-Jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte wurde unter anderem der Störung der Totenruhe in sieben Fällen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Der Mann soll laut Anklage 2025 in ein Krankenhaus in Bünde eingedrungen sein und sich dort an mehreren Leichen sexuell vergangen haben.

Freundin in Streit mit Faustschlägen getötet: 46-Jähriger in Berlin verurteilt

Weil er eine Freundin nach einem Streit in einer Grünanlage in Berlin tötete, ist ein 46-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den am Mittwoch des Totschlags schuldig. Der Angeklagte hatte sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen

Das Landgericht Bremen hat einen 33-Jährigen wegen Mordes an seiner Exfreundin auf offener Straße zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten aus der Haft nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.

Textgröße ändern: