Deutsche Tageszeitung - Präsidentin Sheinbaum: Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko in zwei Jahren halbiert

Präsidentin Sheinbaum: Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko in zwei Jahren halbiert


Präsidentin Sheinbaum: Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko in zwei Jahren halbiert
Präsidentin Sheinbaum: Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko in zwei Jahren halbiert / Foto: © AFP

Die Zahl der Tötungsdelikte in Mexiko ist nach Angaben der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum seit September 2024 um fast die Hälfte zurückgegangen. "Zwischen September 2024 und Juni 2026 beträgt der Rückgang der vorsätzlichen Tötungsdelikte 48 Prozent", sagte Sheinbaum am Dienstag bei ihrer täglichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. "An jedem Tag im Monat Juni gab es 41 Tötungsdelikte weniger als im September 2024."

Textgröße ändern:

Dem mexikanischen Statistikamt Inegi zufolge schloss Mexiko das Jahr 2024 mit einer Rate von 25,6 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner ab. Für das erste Halbjahr 2025 verzeichnete Inegi eine Rate von 11,1 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner. Experten merken jedoch an, dass der Rückgang auch auf die Schaffung von Kategorien wie "Tod mit unklarer Ursache" zurückzuführen sei, in die viele Todesfälle eingeordnet würden.

Sheinbaum zufolge ist der Rückgang der Tötungsdelikte auf eine neue, vielschichtige Sicherheitsstrategie zurückzuführen. Die mexikanische Präsidentin verwies auf verbesserte nachrichtendienstliche Erkenntnisse, eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Staatsanwaltschaften der Bundesstaaten, Sozialprogramme und die Konsolidierung der von der Armee kontrollierten Nationalgarde.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus Anfang 2025 drängt US-Präsident Donald Trump die mexikanische Regierung zu einem verschärften Kampf gegen die Drogenkriminalität. Die Zahl der erfolgreichen Drogenrazzien und Festnahmen in Mexiko hat sich seitdem deutlich erhöht. Mexikos ranghöchster Polizeibeamter, Omar García Harfuch, sagte bei der Pressekonferenz, unter der Regierung Sheinbaum seien rund 500 Tonnen Drogen beschlagnahmt und fast 60.000 Menschen festgenommen worden.

In Mexiko tobt seit Jahren ein erbitterter Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen. Seitd die Regierung 2006 einen umstrittenen Militäreinsatz gegen die organisierte Kriminalität gestartet hatte, wurden in dem Land fast eine halbe Million Menschen getötet, 130.000 Menschen verschwanden.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

14 Festnahmen und 50 Millionen beschlagnahmt: Razzia gegen Banden

Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität und Rockerbanden sind am Mittwoch mehr als tausend Einsatzkräfte gegen ein deutschland- und europaweit tätiges kriminelles Netzwerk vorgegangen. Bei den Razzien gegen insgesamt 71 Beschuldigte sollten 14 Haftbefehle vollstreckt und fast 50 Millionen Euro beschlagnahmt werden, teilte die federführende Staatsanwaltschaft Duisburg mit.

US-Justiz erhebt Anklage gegen von ICE-Mitarbeitern angeschossenen Venezolaner

Die US-Justiz hat Anklage gegen einen Venezolaner erhoben, der im Bundesstaat Texas von einem Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden war. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, werden dem Mann Körperverletzung und weitere Straftaten zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft.

Urteil gegen deutsche Person Maja T. in Berufungsverfahren in Ungarn erwartet

In Budapest soll am Mittwoch ein Urteil im Berufungsverfahren gegen die deutsche Person Maja T. fallen, die im Februar zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Ein Gericht befand T. für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten Berufung ein.

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Textgröße ändern: