Deutsche Tageszeitung - Brandsatz vor New Yorker Büro der US-Einwanderungsbehörde: Mann in Gewahrsam

Brandsatz vor New Yorker Büro der US-Einwanderungsbehörde: Mann in Gewahrsam


Brandsatz vor New Yorker Büro der US-Einwanderungsbehörde: Mann in Gewahrsam
Brandsatz vor New Yorker Büro der US-Einwanderungsbehörde: Mann in Gewahrsam / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Zündens eines Brandsatzes vor einem Gebäude der US-Einwanderungsbehörde ICE ist ein Mann in New York in Polizeigewahrsam gekommen. Zwei Menschen seien leicht verletzt worden, teilte FBI-Direktor Kash Patel am Montag mit. Die FBI-Einheit für Terrorismusbekämpfung untersuche den Vorfall. Videoaufnahmen in Onlinediensten zeigen Feuer und Rauchwolken vor dem Gebäude in Manhattan, in dem sich das New Yorker Büro der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE befindet.

Textgröße ändern:

"Terror- und Gewalttaten haben in unserer Stadt keinen Platz und werden niemals toleriert", sagte der Fraktionschef der Demokratischen Partei im Kongress, Hakeem Jeffries. Der Täter müsse zur Verantwortung gezogen werden, fügte er hinzu.

Die Einwanderungsbehörde steht wegen ihres häufig rabiaten Vorgehens in der Kritik. Seit Beginn des Monats hatten ICE-Mitarbeiter einen Mexikaner und einen Kolumbianer in ihren Autos erschossen. Nach einem Bericht von Human Rights Watch kamen zwischen Januar 2025 und Juni 2026 zudem 52 Menschen in ICE-Gewahrsam ums Leben, sieben davon waren Suizide. Viele Todesfälle waren demnach auf eine unzureichende medizinische Versorgung zurückzuführen.

Tödliche Schusswaffeneinsätze von ICE-Beamten hatten im Januar Proteste gegen Massenabschiebungen der Trump-Regierung angeheizt.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Textgröße ändern: