Deutsche Tageszeitung - Offenbar Protest gegen ICE: Mann zündet Brandsatz vor New Yorker Bürogebäude

Offenbar Protest gegen ICE: Mann zündet Brandsatz vor New Yorker Bürogebäude


Offenbar Protest gegen ICE: Mann zündet Brandsatz vor New Yorker Bürogebäude
Offenbar Protest gegen ICE: Mann zündet Brandsatz vor New Yorker Bürogebäude / Foto: © AFP/Archiv

Offenbar aus Protest gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten hat ein Mann einen Brandsatz vor einem Gebäude der Behörde in New York gezündet. Der Verdächtige sei in Gewahrsam gekommen, teilte am Montag die Polizei der US-Metropole mit. Es sei ein Schild mit der Aufschrift "ICE runter von unseren Straßen" gefunden worden.

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Videoaufnahmen in Onlinediensten zeigen Feuer und Rauchwolken vor dem Gebäude in Manhattan, in dem sich das New Yorker Büro der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE befindet. Bei dem Verdächtigen handelt es sich den offiziellen Angaben zufolge um einen 43-jährigen ehemaligen Armee-Angehörigen.

Der Täter soll Behördenangaben zufolge vor dem Bürogebäude Benzin verschüttet haben. Dieses habe er mithilfe eines Feuerzeugs sowie eines Feuerwerkskörpers in Brand gesetzt. Anschließend habe er mit einem Airsoft-Gewehr geschossen. Zwei Regierungsangestellte und ein Zivilist seien verletzt worden.

Der Tatverdächtige sei "mit bösen Absichten" gekommen, sagte James Barnacle vom New Yorker FBI-Büro. Der 43-Jährige habe auch zwei Äxte, einen Hammer und drei Messer mit sich geführt. "Während seiner Festnahme schrie er abfällige Bemerkungen in Richtung der ICE-Beamten. Er benutzte üble Schimpfwörter", sagte Barnacle. "Er ist ein antiamerikanischer, regierungsfeindlicher Extremist."

Die US-Einwanderungsbehörde steht wegen ihres häufig rabiaten Vorgehens in der Kritik. Seit Beginn des Monats hatten ICE-Mitarbeiter einen Mexikaner und einen Kolumbianer in ihren Autos erschossen. Nach einem Bericht von Human Rights Watch kamen zwischen Januar 2025 und Juni 2026 zudem 52 Menschen in ICE-Gewahrsam ums Leben, sieben davon waren Suizide. Viele Todesfälle waren demnach auf eine unzureichende medizinische Versorgung zurückzuführen.

Tödliche Schusswaffeneinsätze von ICE-Beamten hatten im Januar Proteste gegen Massenabschiebungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump angeheizt.

(V.Sørensen--DTZ)

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