Deutsche Tageszeitung - Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben

Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben


Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben
Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben / Foto: © AFP

Im Fall des Mordes an der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe sind grausame Details bekannt geworden: Ein britisches Gericht ordnete am Dienstag Untersuchungshaft für einen 28-jährigen Briten an, der laut Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, Widdecombe 21 Mal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen zu haben. Anschließend habe er eine Geldbörse aus ihrer Handtasche gestohlen und sei geflohen. Als Prozessbeginn wurde der 8. Juni 2027 festgesetzt.

Textgröße ändern:

Todesursache sei ein "durch einen stumpfen Gegenstand verursachtes Schädel-Hirn-Trauma" gewesen, erklärte der Staatsanwalt Kashif Malik. Seinen Angaben zufolge hielt sich der Angeklagte Joshua Kerry am Tattag am 9. Juli nur zwei Minuten lang auf dem Grundstück Widdecombes in Devon im Südwesten Englands auf. Einen Tag später habe Widdecombes Gärtner die Leiche der 78-Jährigen auf dem Küchenboden entdeckt.

Die Polizei hatte zunächst einen politischen Hintergrund ausgeschlossen, später übernahm aber eine Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen. Am Montag war der 28-Jährige dann wegen Mordes angeklagt worden - und nicht wegen einer Tat mit terroristischem Hintergrund. Die Staatsanwaltschaft erklärte allerdings, weiterhin auch einen terroristischen Hintergrund zu prüfen.

Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die konservativen Tories im britischen Parlament. Sie war bekannt für ihren christlichen Glauben und ihre unverblümten Ansichten. Als Gefängnis-Ministerin sorgte sie 1995 für Aufsehen, weil sie die Praxis verteidigte, schwangere Häftlinge anzuketten. 2019 trat Widdecombe der Brexit-Partei von Nigel Farage bei, von 2019 bis zum Austritt Großbritanniens aus der EU 2020 war sie Europaabgeordnete.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: