Deutsche Tageszeitung - EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount


EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount
EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount / Foto: © AFP/Archiv

Die EU hat grünes Licht für die geplante Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance gegeben - allerdings unter Auflagen. Paramount müsse seine Anteile an dem Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgeben, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt.

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Während trotz der Übernahme im Bereich der Filmproduktion genug Wettbewerber verblieben, komme es im Bereich des Filmvertriebs dadurch zu einer "hohen Konzentration", argumentierte die Kommission. Daher müsse sich Paramount binnen 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion von seinen Anteilen an UIP trennen. Zudem dürfe das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren keine ähnliche Kooperation mit Universal im Bereich des Europäischen Wirtschaftsraums eingehen.

Die US-Regierung hatte die Übernahme, die auch den bekannten Nachrichtensender CNN umfasst, im Juni ohne Auflagen genehmigt. Der Zusammenschluss werde "voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs und der amerikanischen Verbraucher" führen, erklärte das Justizministerium.

Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Kalifornien legte die Übernahme am Montag jedoch zunächst auf Eis. Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten hatten zuvor eine Klage eingereicht. Sie argumentieren, die Übernahme führe zu "höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten" für das Publikum.

Das Geschäft hat ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar (rund 97 Milliarden Euro). Paramount will die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsendern erwerben, darunter auch CNN. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison vom Softwareanbieter Oracle sind Unterstützer von Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion fürchten daher um die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.

Paramount und Warner Bros. hatten die Vereinbarung Ende Februar unterzeichnet, nachdem sich der Streamingdienst Netflix aus der Übernahmeschlacht zurückgezogen hatte. Ende April stimmten auch die Aktionäre zu.

(L.Møller--DTZ)

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