Deutsche Tageszeitung - Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft"

Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft"


Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft"
Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft" / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich erschüttert über die Gewalttat beim Berliner Christopher Street Day gezeigt. "Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben", sagte Steinmeier am Sonntag bei einem Besuch im nordrhein-westfälischen Hamm laut vorab verbreitetem Redetext. Die Teilnehmenden des CSD in Berlin hätten "friedlich und fröhlich" feiern und "ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben" setzen wollen, sagte Steinmeier.

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"Wir alle sind erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag", sagte der Bundespräsident. "Meine und unsere Gedanken sind heute bei Angehörigen und Freunden der beim Anschlag getöteten Frau und den - zum Teil schwer - Verletzten, denen wir vollständige Genesung wünschen."

Auch die Spitzen vom Bundestag und Bundesrat äußerten sich zu der Bluttat. "Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen", erklärte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU). "Wir treten jenen entschlossen entgegen, die unsere Freiheit und unsere Art zu leben mit Terror beantworten. Fanatismus, Terror und Hass dürfen in unserem Land niemals Raum gewinnen."

Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von einer "fürchterlichen Tat". "Eine Feier, die wie kaum eine andere für Weltoffenheit, Lebensfreude und Toleranz steht, wurde zum Ziel tödlichen Hasses", erklärte der Bürgermeister von Bremen. "Dieser Anschlag ist nicht nur ein Angriff auf den CSD - er richtet sich gegen die Freiheit von uns allen, gegen unsere Werte und unser friedliches Zusammenleben."

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin war ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hatte mindestens einen Menschen getötet. 16 weitere Menschen wurden nach Angaben von Polizei und Feuerwehr am Samstagabend im Tiergarten verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei schrieb einen 21-jährigen Tatverdächtigen öffentlich zur Fahndung aus. Es handelt sich um den mutmaßlichen Islamisten Abdul B.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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