Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie

Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie


Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie
Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Fünf Tage nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Bankmitarbeiter im bayerischen Regensburg ist der 20-jährige Verdächtige wegen Hinweisen auf eine psychische Erkrankung vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstag mit. Ein psychiatrisch-forensisches Kurzgutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass seine Schuldfähigkeit "zumindest erheblich vermindert" gewesen sei. Vollständige Schuldunfähigkeit sei denkbar.

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Der Verdächtige soll am Donnerstag vergangener Woche in einer Bank in der Regensburger Innenstadt mit einem Messer auf einen Beschäftigten eingestochen haben, nachdem er diesem zuvor einen Zettel mit einer Geldforderung vorgelegt hatte. Laut Ermittlern vergingen zwischen der Vorlage des Zettels und der Messerattacke aber nur wenige Sekunden.

Nach dem Angriff begab sich der Verdächtige in rückwärtige Räume der Bankfiliale, in der sich zur Tatzeit weitere Mitarbeiter und Kunden aufhielten. Diese brachten sich selbst mit Unterstützung von Einsatzkräften über ein Fenster in Sicherheit oder wurden später von Polizisten ins Freie gebracht. Den 20-Jährigen fanden Spezialkräfte in einer Toilette der Bank. Er ließ sich dort widerstandslos festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Mordes, zunächst kam er in Untersuchungshaft. Aufgrund der von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Begutachtung durch einen Sachverständigen ordnete ein Gericht am Dienstag allerdings die einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Facheinrichtung an. Nach Einschätzung des Experten lägen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Tat auf eine psychiatrische Erkrankung zurückgehen könnte, hieß es. Details wurden nicht genannt.

Der durch mehrere Messerstiche schwerstverletzte Bankmitarbeiter war gemeinsam mit weiteren Tatzeugen durch ein Fenster aus dem Gebäude gebracht worden. Trotz aller Rettungsbemühungen starb er im Krankenhaus.

(V.Korablyov--DTZ)

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