Deutsche Tageszeitung - Brände in Südeuropa: Zehntausende können nach Hause zurück - Neue Hitze erwartet

Brände in Südeuropa: Zehntausende können nach Hause zurück - Neue Hitze erwartet


Brände in Südeuropa: Zehntausende können nach Hause zurück - Neue Hitze erwartet
Brände in Südeuropa: Zehntausende können nach Hause zurück - Neue Hitze erwartet / Foto: © AFP

Nach einer leichten Besserung in Teilen des Brandgebiets nahe der spanischen Hauptstadt Madrid sind zahlreiche Menschen in ihre Häuser und Wohnungen zurückgekehrt. Mehrere Tage nach einem Evakuierungsaufruf infolge der beispiellosen Feuer konnten 24.000 Menschen nach Hause zurückkehren, wie der Präfekt der Region Madrid, Francisco Martín Aguirre, in der Nacht zum Mittwoch im Onlinedienst X mitteilte. Für 20.000 weitere Menschen gelten demnach vorerst keine Ausgangsbeschränkungen mehr.

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Die Behörden hatten eine Aufhebung der Beschränkungen für 13 Orte für Dienstagnachmittag angekündigt. Die Gegend etwa 50 Kilometer von Madrid entfernt ist dicht besiedelt und leidet weiter unter Trockenheit, was die Brände begünstigte.

Derweil kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen das schlimmste Feuer in der jüngeren Geschichte der Region. Die Feuerwehr setzte ihre Bemühungen "zur Konsolidierung der am Dienstag erzielten Fortschritte" fort, wie sie im Onlinedienst X mitteilte. In der Nacht sei der Brand bei vorteilhaften Wetterbedingungen nicht weiter angefacht worden. Allerdings sollen die Temperaturen im Tagesverlauf wieder steigen und bis zu 37 Grad Celsius erreichen. Zudem wird böiger Wind erwartet. Das könnte die Flammen erneut anfachen.

Der seit Tagen lodernde Brand in der Region Madrid sowie ein Großbrand bei Ávila in der benachbarten Region Kastilien und León haben bislang insgesamt 77.000 Hektar Land zerstört. Das entspricht etwa der Fläche Hamburgs.

Derweil ist der Großbrand im südwestfranzösischen Département Gironde vorerst "weiter unter Kontrolle". Die Nacht zum Mittwoch sei "ruhig" gewesen, teilte die zuständige Präfektur mit. An einigen Stellen seien Feuer wiederaufgeflammt, doch sie seien schnell gelöscht worden. Die verbrannte Fläche habe sich nicht vergrößert.

Allerdings sind laut der Präfektur am Mittwoch "ungünstige" Wetterbedingungen zu erwarten. Erwartet werden Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius im Landesinneren und bis zu 38 Grad Celsius an der Küste. In der Gironde und im benachbarten Département Les Landes dürfte am Mittag die zweithöchste Hitzewarnstufe ausgerufen werden. Zudem könnte erwarteter Wind die Flammen erneut anfachen. Die Feuerwehr warnt vor einem "äußerst hohen Risiko erneuter Brandausbrüche". Für Donnerstag wird mit Gewittern gerechnet.

Am Dienstagabend konnten in der Gironde 57.000 Bewohner von drei bei Bordeaux gelegenen Orten nach einem Evakuierungsaufruf in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, wie Präfektin Sophie Brocas mitteilte. Seit Beginn des Großbrandes vor einer Woche waren in der Region mehr als 220.000 Menschen dazu aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Brand in der Region hat bislang 42.000 Hektar vernichtet. Auch im Südosten Frankreichs wurden Brände gemeldet, etwa auf der Mittelmeerinsel Korsika, im Dépatement Hautes-Alpes und im Département Var.

(N.Loginovsky--DTZ)

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