Deutsche Tageszeitung - Nach gescheiterter Klage: Medien fordern Millionenkosten von Prinz Harry zurück

Nach gescheiterter Klage: Medien fordern Millionenkosten von Prinz Harry zurück


Nach gescheiterter Klage: Medien fordern Millionenkosten von Prinz Harry zurück
Nach gescheiterter Klage: Medien fordern Millionenkosten von Prinz Harry zurück / Foto: © AFP/Archiv

Nach der gescheiterten Klage des britischen Prinzen Harry und weiterer Promis wie Popstar Elton John gegen mehrere Boulevardzeitungen hat die Mediengruppe Associated Newspapers (ANL) Prozesskosten in Millionenhöhe zurückgefordert. Die Anwälte des Unternehmens forderten in einer Anhörung am Mittwoch, die gescheiterten Kläger sollten einen größeren Anteil der Prozesskosten von 34 Millionen Pfund (45 Millionen Euro) übernehmen als üblich.

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Das Gericht in London muss nun entscheiden, ob die bei einem Scheitern übliche Rückzahlung der Prozesskosten nach dem üblichen Schema berechnet oder eine strengere Regelung angewandt wird. ANL-Anwalt Antony White argumentierte, der Fall sei einem "Frontalangriff" gegen die Zeitungen der Mediengruppe, darunter die britische "Daily Mail", gleichgekommen. Er sprach von "einer Kampagne anstelle eines normalen und vernünftigen Rechtsstreits".

Zu den Klägern gehörten neben Prinz Harry und Elton John auch dessen Ehemann David Furnish, die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley und Sadie Frost, die Bürgerrechtsaktivistin Doreen Lawrence und der Ex-Politiker Simon Hughes. Ihr Anwalt Nicolas Bacon betonte, seine Mandanten hätten "ehrlich und im besten Gewissen gehandelt". Sie sollten nicht für alle "erstaunlich hohen Anwaltskosten" der Mediengruppe aufkommen müssen, forderte er.

Die Kläger hatten ANL vorgeworfen, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie illegal private Telefongespräche abzuhören. Zudem hätten die Detektive falsche Identitäten angegeben, um an medizinische Unterlagen zu gelangen. ANL wies die Anschuldigungen zurück. Nach Ansicht der Richter gelang es den Klägern in dem elfwöchigen Prozess nicht, ihre Anschuldigungen zu beweisen, sie wiesen die Klage zurück.

Die Verhandlung über die Prozesskosten soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Der Gerichtsbeschluss soll zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich ergehen.

(N.Loginovsky--DTZ)

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