Deutsche Tageszeitung - Waldbrände im Nordwesten der USA: Festnahme wegen mutmaßlicher Brandstiftung

Waldbrände im Nordwesten der USA: Festnahme wegen mutmaßlicher Brandstiftung


Waldbrände im Nordwesten der USA: Festnahme wegen mutmaßlicher Brandstiftung
Waldbrände im Nordwesten der USA: Festnahme wegen mutmaßlicher Brandstiftung / Foto: © AFP

Während die Feuerwehr weiterhin gegen drei große Waldbrände rund um die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA kämpft und hunderte Häuser niedergebrannt sind, ist ein Mann unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen worden. Der 37-Jährige wird verdächtigt, das größte der drei Feuer ausgelöst zu haben, wie Sheriff John Nowels am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz sagte.

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Ein Zeuge habe den Mann nahe der Stelle im Gras knien sehen, wo das Old-Trails-Feuer ausgebrochen war, sagte der Sheriff. Demnach war der 37-Jährige bereits am Samstag nahe dem Waldbrandgebiet ein erstes Mal festgenommen worden, wurde dann aber zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Nachdem sich der Verdacht gegen ihn erhärtete, wurde er erneut festgenommen und eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar (etwa 870.000 Euro) festgesetzt.

Die Ermittler vermuten dem Sheriff zufolge, dass der Brand mit Streichhölzern oder einem Feuerzeug gelegt wurde. Der Verdächtige trug demnach bei seiner Festnahme wasserfeste Streichhölzer und ein Sturmfeuerzeug bei sich. Der Mann sei in der Vergangenheit bereits wegen Totschlags verurteilt worden.

Rund um Spokane waren am Wochenende drei große Waldbrände ausgebrochen. Luftaufnahmen zufolge brannten zwischen 700 und 1100 Gebäude nieder, rund 65.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es bislang nicht.

Die Behörden versuchen laut Nowels, 14 Menschen zu kontaktieren, die bislang nicht per Handy zu erreichen waren. Die Betroffenen gälten jedoch vorerst nicht als vermisst, sagte der Sheriff.

Laut Spokanes Bürgermeisterin Lisa Brown gehen Beamte im Brandgebiet Straße für Straße ab, um die Schäden zu begutachten und mögliche Glutnester zu finden. Bisher sei unklar, wann die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren können: "Es könnte Wochen dauern, abhängig davon, wo sich Ihr Haus und Eigentum befinden", sagte sie. Der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Bob Ferguson, sprach von der "schlimmsten Naturkatastrophe in der Geschichte Spokanes".

(G.Khurtin--DTZ)

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