Deutsche Tageszeitung - Zwei Mitglieder von internationaler Schleuserbande im Saarland festgenommen

Zwei Mitglieder von internationaler Schleuserbande im Saarland festgenommen


Zwei Mitglieder von internationaler Schleuserbande im Saarland festgenommen
Zwei Mitglieder von internationaler Schleuserbande im Saarland festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

Im Saarland sind zwei mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Schleuserbande festgenommen worden. Ein 26-jährige Syrer und ein weiterer Verdächtiger wurden am Mittwoch im Raum Saarbrücken gefasst, wie die Bundespolizei in München mitteilte. Zeitgleich wurden zwei weitere mutmaßliche Schleuser im Alter von 31 und 32 Jahren in Serbien festgenommen. Die Verdächtigen sollen zumindest teilweise dem international agierenden Schleusernetzwerk Al-Sarawi angehören.

Textgröße ändern:

Die Haftbefehle im Saarland wurden bei Durchsuchungen von insgesamt sechs Objekten vollstreckt. Dabei wurden laut Ermittlern neben Handys, Tablets und sonstigen Speichermedien auch sogenannte Hawala-Bücher beschlagnahmt. Bei dem in Deutschland verbotenen Hawala-Banking können Ein- und Auszahlungen an beliebigen Orten auf der Welt stattfinden. So können Geldflüsse anonymisiert und die Herkunft der Gelder verschleiert werden.

Die Verdächtigen sollen unter anderem seit Oktober 2024 mindestens 125 Menschen überwiegend aus Syrien unter lebensgefährlichen Bedingungen von Libyen über das Mittelmeer nach Italien gebracht haben. Auf nicht seetauglichen, überfüllten Booten und ohne Schwimmwesten ging es zunächst auf die italienische Insel Lampedusa. Von dort wurden die Menschen teilweise nach Deutschland weitergeschleust. Die Beschuldigten sollen Verbindungen zu einer libyschen Miliz haben.

Außerdem wird der Gruppierung das Schleusen von mindestens 625 Menschen über den Landweg vorgeworfen. Die Menschen wurden laut Ermittlern von Serbien über Ungarn beziehungsweise von Bosnien-Herzegowina über Kroatien in die EU gebracht. Anschließend brachten Fahrer sie mit Autos, Transportern und Lastwagen über die Slowakei, Tschechien oder Österreich nach Deutschland und in andere Zielländer.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 140 weitere Verdachtsfälle

Im Fall eines wegen mehrfachen Patientenmordes verurteilten Krankenpflegers in Nordrhein-Westfalen weiten sich die Ermittlungen deutlich aus. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt in 121 weiteren Verdachtsfällen gegen den ehemaligen Krankenpfleger, wie eine Sprecherin am Montag sagte. In Köln laufen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft zudem Ermittlungen in 18 Verdachtsfällen. Der Pfleger war im November vom Landgericht Aachen wegen mehrfachen Mordes an Patienten verurteilt worden.

30-Jähriger nach Streit an Bahnhof Zoo erschossen: Täter in Berlin flüchtig

Nach einem Streit vor dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin ist ein 30-jähriger Mann durch Schüsse auf offener Straße tödlich verletzt worden. Der Schütze sei mit einem Fahrzeug vom Tatort geflohen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt am Montag mit. Mehrere Beteiligte waren demnach am Sonntagabend kurz vor Mitternacht auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof im Stadtteil Charlottenburg in einen Streit geraten.

Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle

Im Fall eines wegen mehrfachen Patientenmordes verurteilten Krankenpflegers in Nordrhein-Westfalen weiten sich die Ermittlungen deutlich aus. Gegen den ehemaligen Krankenpfleger werde in 121 weiteren Verdachtsfällen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Aachen am Montag. Bislang wurden schon 39 Leichen exhumiert. Die Ermittlungen reichen demnach bis September 2022 zurück. Der Mann war im November vom Landgericht Aachen wegen mehrfachen Mordes an Patienten verurteilt worden.

Erneut Waldbrand nahe Athen ausgebrochen - Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz

Erneut ist nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 170 Feuerwehrleute und zahlreiche Löschfahrzeuge waren am Montagmorgen nahe Kouvaras etwa 60 Kilometer südöstlich von Athen im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. Aus der Luft wurden sie von zwei Löschflugzeugen und vier Hubschraubern unterstützt. Die Behörden ordneten die Evakuierung des Dorfes Agios Stylianos an. Heftige Windböen behinderten laut dem Fernsehsender ERT News die Löscharbeiten.

Textgröße ändern: