Deutsche Tageszeitung - Landrat: Lage bei Waldbrand nahe Hürtgenwald stabilisiert sich zunächst

Landrat: Lage bei Waldbrand nahe Hürtgenwald stabilisiert sich zunächst


Landrat: Lage bei Waldbrand nahe Hürtgenwald stabilisiert sich zunächst
Landrat: Lage bei Waldbrand nahe Hürtgenwald stabilisiert sich zunächst / Foto: © AFP/Archiv

Die Lage beim großen Waldbrand bei Hürtgenwald in der Eifel in Nordrhein-Westfalen stabilisiert sich nach Angaben der örtlichen Behörden. Zusätzliche Evakuierungen seien nach seiner Einschätzung "erstmal" nicht nötig, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten am Freitag vor Journalisten vor Ort. Das gelte auf jeden Fall, so lange der Wind nicht auffrische. Das Brandgeschehen beschränke sich auf den am Vortag betroffenen Bereich.

Textgröße ändern:

Laut Nolten kommt es inzwischen vor allem darauf an, das Feuer entlang der Flanken einzudämmen und heiße Glutnester im Boden zu bekämpfen. Im zentralen Bereich des Feuers sei alles "heruntergebrannt", sagte er. Der Einsatz werde aber noch dauern. "Wir sind noch lange nicht durch."

In der Nacht hatten die Behörden aufgrund der sich zwischenzeitlich sehr schnell ausbreitenden Flammen den Ortsteil Gey mit rund 1800 Menschen geräumt. Für die Menschen wurden Sammelstellen unter anderen in einer Schule eingerichtet. Hunderte Einsatzkräfte sowie diverse Löschhubschrauber wurden zusammengezogen. Unter anderem auch Panzer der Bundeswehr und Wasserwerfer der Polizei unterstützen die Löscharbeiten.

Erschwert werden die Löscharbeiten nach Angaben des Landrats auch durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Laufe der Nacht habe es immer mal wieder "geknallt", sagte Nolten. Das spiele mit Blick auf die Sicherheit der Einsatzkräfte eine Rolle. "Es sind noch relativ viele Munitionsreste im Boden". Im Hürtgenwald südöstlich von Aachen nahe der Grenze zu Belgien gab es am Ende des Zweiten Weltkriegs heftige Kämpfe.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Mordurteil gegen früheren Stasi-Mitarbeiter wird im Dezember vom BGH geprüft

Fast 53 Jahre nach der Tötung eines Manns an einem Berliner Grenzübergang wird das erste Mordurteil gegen einen früheren Stasi-Mitarbeiter vom Bundesgerichtshof überprüft. Der BGH kündigte am Freitag in Karlsruhe eine Verhandlung für den 7. Dezember an. Der Angeklagte geht demnach gegen das Urteil des Berliner Landgerichts vom Oktober 2024 vor. (Az. 5 StR 397/25)

Vegetationsbrände in England - Häuser zerstört und Menschen evakuiert

Bei mehreren Wald- und Vegetationsbränden in England sind Häuser zerstört und Menschen in Sicherheit gebracht worden. Besonders schwer betroffen war die Stadt Stourbridge südwestlich von Birmingham, wo mindestens sechs Gebäude von den Flammen erfasst wurden. Wie der britische Feuerwehrverband NFCC am Freitag mitteilte, kamen drei Feuerwehrleute nach ihrem Einsatz ins Krankenhaus, mehrere Menschen wurden wegen des Einatmens von Rauch behandelt.

Dramatische Szenen bei Hochhausbrand in Berlin - Bewohner rettete sich durch Sprung

Bei einem Hochhausbrand in Berlin-Friedrichshain haben sich am Freitagmorgen dramatische Szenen abgespielt. Mehrere Menschen wollten sich in Panik aus Fenstern oder von Balkonen stürzen, um sich zu retten, wie ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Ein Mann musste zwei Stockwerke tief in den Korb der Feuerwehrdrehleiter springen, weil diese nicht bis zu ihm hinaufreichte. Er wurde leicht verletzt, ebenso wie der Feuerwehrmann, der ihn auffing.

Fast 2000 Menschen fliehen vor Waldbrand - Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen

Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat bei Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen fast 2000 Menschen in die Flucht getrieben und einen Großeinsatz mit hunderten Helfern ausgelöst. Wegen der herannahenden Flammen räumten die Behörden in der Nacht zu Freitag den Ortsteil Gey mit etwa 1800 Einwohnern, wie der Kreis Düren und die Gemeinde Hürtgenwald mitteilten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand weitete sich demnach inzwischen auf eine Fläche von rund 300 Hektar aus.

Textgröße ändern: