Deutsche Tageszeitung - Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen

Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen


Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen
Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen / Foto: © AFP/Archiv

Proteste gegen Abtreibungsgegner sind im niedersächsischen Göttingen eskaliert. Die Polizei musste nach Angaben vom Samstagabend teils mit Zwang verhindern, dass beide Gruppen aufeinandertrafen. Dabei seien zwölf Beamte verletzt worden.

Textgröße ändern:

Zunächst demonstrierten demnach etwa 20 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto "Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung". Ein Teil von ihnen sei dazu aus Frankreich angereist. Gegen die angemeldete Versammlung formierte sich laut Polizei ein "spontaner Gegenprotest".

Es sei zu Störungen durch Zwischenrufe und laute Musik gekommen. Die Beamten hätten eine Polizeikette gebildet, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen. Nach dem Ende der Versammlung versuchten den Angaben nach einige Menschen aus dem Gegenprotest, die von der Polizei gebildete Kette zu durchbrechen.

Dabei hätten sie Druck und Gewalt gegen die Einsatzkräfte ausgeübt. Die Polizei drängte die Menschen zurück und wandte den Angaben nach körperliche Gewalt und Pfefferspray an; es sei zu etwa 200 Zwangsanwendungen gekommen.

Zwölf Beamte wurden durch Reizstoffe verletzt. Zur medizinischen Versorgung mussten mehrere Rettungswagen anrücken, wie es weiter hieß. Die Polizei will jetzt den genauen Ablauf des Geschehens rekonstruieren und mögliche Straftaten prüfen.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: