Deutsche Tageszeitung - Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen

Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen


Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen
Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen / Foto: © AFP/Archiv

Proteste gegen Abtreibungsgegner sind im niedersächsischen Göttingen eskaliert. Die Polizei musste nach Angaben vom Samstagabend teils mit Zwang verhindern, dass beide Gruppen aufeinandertrafen. Dabei seien zwölf Beamte verletzt worden.

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Zunächst demonstrierten demnach etwa 20 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto "Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung". Ein Teil von ihnen sei dazu aus Frankreich angereist. Gegen die angemeldete Versammlung formierte sich laut Polizei ein "spontaner Gegenprotest".

Es sei zu Störungen durch Zwischenrufe und laute Musik gekommen. Die Beamten hätten eine Polizeikette gebildet, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen. Nach dem Ende der Versammlung versuchten den Angaben nach einige Menschen aus dem Gegenprotest, die von der Polizei gebildete Kette zu durchbrechen.

Dabei hätten sie Druck und Gewalt gegen die Einsatzkräfte ausgeübt. Die Polizei drängte die Menschen zurück und wandte den Angaben nach körperliche Gewalt und Pfefferspray an; es sei zu etwa 200 Zwangsanwendungen gekommen.

Zwölf Beamte wurden durch Reizstoffe verletzt. Zur medizinischen Versorgung mussten mehrere Rettungswagen anrücken, wie es weiter hieß. Die Polizei will jetzt den genauen Ablauf des Geschehens rekonstruieren und mögliche Straftaten prüfen.

(W.Uljanov--DTZ)

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