Deutsche Tageszeitung - Digitale Medien an der Spitze: Freizeit-Monitor 2026 mit klarem Ergebnis

Digitale Medien an der Spitze: Freizeit-Monitor 2026 mit klarem Ergebnis


Digitale Medien an der Spitze: Freizeit-Monitor 2026 mit klarem Ergebnis
Digitale Medien an der Spitze: Freizeit-Monitor 2026 mit klarem Ergebnis / Foto: © AFP/Archiv

Digitale Medien bestimmen den Alltag. Besonders Smartphone, Internet, Fernsehen und Musikhören gehören zu den häufigsten Freizeitaktivitäten, wie die Stiftung für Zukunftsfragen am Dienstag zur Vorstellung des sogenannten Freizeit-Monitors 2026 mitteilte. Digitale Angebote seien wegen ihrer Flexibilität attraktiv, bequem und reihten sich mühelos in den Alltag ein.

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Mit einer Befragung unter mehr als 3000 Teilnehmenden untersuchte die Stiftung die Beliebtheit zahlreicher Freizeitaktivitäten. Demnach gehören neben dem Medienkonsum vor allem Zeit für eigene Gedanken, tiefgehende Gespräche, Austausch mit dem Partner oder das schlichte Faulenzen fest in den Alltag. Ebenso wichtig sind Zeit in der Natur, Sport und Bewegung.

Laut der Stiftung teilt sich die Freizeit der Deutschen damit in die Kategorien Medien, Ruhebedürfnis und Entlastung sowie aktive Beschäftigung auf.

Im Zehnjahresvergleich zeigte sich dabei ein gravierender Unterschied zwischen traditionellen und neuen Medien. Während Fernsehen (minus 13 Prozentpunkte), Radio (minus 20 Punkte) und Zeitunglesen (minus 36 Punkte) stark abnahmen, legten soziale Medien (plus 23 Punkte), Gaming (plus 24 Punkte) und Musikhören (plus 30 Punkte) deutlich zu.

Im Kulturbereich stehen zunehmend erlebnisorientierte Aktivitäten im Vordergrund. Der Besuch von Freizeitparks (plus 15 Punkte), Museen und Ausstellungen (plus 15 Punkte), Zoos (plus 13 Punkte) sowie Konzerten und Festivals (plus 13 Punkte) nahm seit 2016 spürbar zu. Die Beliebtheit von Diskotheken (minus elf Punkte) und Volksfesten (minus fünf Punkte) sank dagegen.

Die insgesamt verfügbare Freizeit bleibt laut Stiftung seit vielen Jahren in etwa gleich. 2026 waren dies etwa dreieinhalb Stunden pro Werktag. Seit 1988 schwankte der Wert um rund 28 Minuten.

Der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt, sieht darin ein uneingelöstes Effizienzversprechen der digitalen Revolution. "Die Zeit, die dadurch gewonnen wurde, scheint an anderer Stelle wieder verschwunden zu sein. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, ständige Erreichbarkeit fordert ihren Tribut."

Dennoch zeigen die Ergebnisse auch, dass sich mehr Menschen bewusst Zeit für Regeneration lassen. So legte der Anteil derer, die gern faulenzen, seit 2016 um rund 15 Prozentpunkte zu.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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