Deutsche Tageszeitung - Ermittlungen nach Bränden in Hürtgenwald dauern an: Ursache weiter unklar

Ermittlungen nach Bränden in Hürtgenwald dauern an: Ursache weiter unklar


Ermittlungen nach Bränden in Hürtgenwald dauern an: Ursache weiter unklar
Ermittlungen nach Bränden in Hürtgenwald dauern an: Ursache weiter unklar / Foto: © BELGA/AFP/Archiv

Rund zwei Wochen nach den schweren Waldbränden im Hürtgenwald in der Eifel in Nordrhein-Westfalen ist die Brandursache weiter unklar. Eine sichere Aussage über die Entstehung der Brände könne derzeit noch nicht gemacht werden, teilte die Polizei in Düren am Donnerstag mit. Die Ermittler können demnach Brandstiftung als Ursache weiterhin nicht ausschließen. Über ein Hinweisportal seien bislang 220 Hinweise eingegangen, denen nachgegangen werde.

Textgröße ändern:

Laut Polizei waren am 13. August Brände an zwei verschiedenen Orten im Hürtgenwald ausgebrochen. Wegen der zeitlichen und räumlichen Nähe sowie der Lage der mutmaßlichen Brandherde abseits von Wegen könne eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Die Ermittlungen dauerten an. Die Spurensuche gestalte sich wegen des weitläufigen Waldgebiets aber schwierig. Die Polizei bat weitere mögliche Zeugen um Hinweise.

Der Brand im Hürtgenwald war der bislang größte und folgenschwerste Waldbrand des Sommers. Hunderte Kräfte der Feuerwehr waren tagelang im Einsatz. Ein Ortsteil der im Kreis Düren gelegenen Gemeinde Hürtgenwald musste aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich evakuiert werden. Rund 1800 Menschen waren davon betroffen. Erst am Freitag vergangener Woche wurden die Löscharbeiten abgeschlossen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Nach Sturzflut am Himalaya: Helfer suchen nach 1400 Vermissten - Mehr als 360 Tote geborgen

Nach der verheerenden Sturzflut am Himalaya suchen Helfer in den Schlammmassen nach mehr als 1400 Vermissten, während die Zahl der Todesopfer immer weiter steigt. Bis Donnerstagnachmittag wurden in Nepal und Tibet mindestens 362 Tote geborgen, die weitaus meisten in Nepal. Nach einem mutmaßlichen Gletscherabbruch war am Mittwoch eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal geströmt und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Experten zufolge drohen weitere Flutwellen.

Gewalttat an Brandenburger Schule - vermutlich Verletzte

An einer Schule in Brandenburg ist am Donnerstag eine Gewalttat verübt worden. Ein Mann sei vorläufig festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin in Frankfurt an der Oder. Es gebe vermutlich Verletzte. Weitere Details zur Tat sowie zum mutmaßlichen Täter und zu möglichen Opfern nannte sie vorerst nicht.

Diebe stehlen chemischen Stoff und bieten ihn geschädigter Firma zum Kauf an

In Mecklenburg-Vorpommern haben Diebe große Mengen eines chemischen Stoffs geklaut und anschließend dem geschädigten Unternehmen zum Kauf angeboten. Der Diebstahl des Hafniumoxids, das in der Halbleiterproduktion und der optischen Industrie eingesetzt wird, ereignete sich im Juni im Landkreis Vorpommern-Rügen, wie die Polizei am Donnerstag in Neubrandenburg mitteilte. Das Pulver mit einem Marktwert von etwa zwei Millionen Euro war in einem Container gelagert.

Rheinland-Pfalz: Fast fünf Jahre Haft für Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs

Weil er eine Jugendliche in einer Einrichtung sexuell missbrauchte, hat das Landgericht im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach einen Erzieher zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er zudem, weil er dem Mädchen Drogen gab, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Demnach arbeitete der Angeklagte als Erzieher in einer Therapieeinrichtung.

Textgröße ändern: