Deutsche Tageszeitung - Prinz George startet sein Leben am Eton College

Prinz George startet sein Leben am Eton College


Prinz George startet sein Leben am Eton College
Prinz George startet sein Leben am Eton College

Mit dem Schuljahr 2024/25 tritt Prinz George (13) in die Fußstapfen seines Vaters William und Onkels Harry. Der Eintritt ins Eton College bedeutet für den Thronfolger einen harten Wechsel vom behüteten Familienleben in ein streng reglementiertes Internatsalltag mit Uniformzwang und Smartphone-Verbot.

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Für Prinz George (13) beginnt in wenigen Tagen ein neues Kapitel: Der älteste Sohn von Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) besucht ab September das renommierte Eton College in der Grafschaft Berkshire. Damit geht aber weit mehr als ein Schulwechsel einher.

Im Zentrum des reinen Jungeninternats steht nicht nur die akademische Ausbildung, sondern auch die Persönlichentwicklung und Kameradschaft. Eton gilt als Talentschmiede der britischen Oberschicht. Hier büffelten schon Premierminister, berühmte Schauspieler und mehrere Royals – darunter auch Georges Vater.

Mit dem Eintritt muss der junge Prinz sein behütetes Nest in der Forest Lodge im Windsor Great Park verlassen. Kate und William legten stets grössten Wert darauf, ihren Kindern ein möglichst normales, von Wärme geprägtes Zuhause zu bieten.

Umso spürbarer ist nun die Veränderung: Es gibt kein Herumalbern mehr mit den Geschwistern Charlotte (11) und Louis (8), stattdessen bezieht George ein eigenes Zimmer im Internat. Ganz ohne Eltern oder Nanny muss er nun lernen, seinen Alltag eigenständig zu strukturieren. Vom pünktlichen Aufstehen bis hin zum Überwinden von Heimweh. Zu Hause schlafen darf er lediglich jedes zweite bis dritte Wochenende und in den Ferien.

Für Mami Kate und Papi William wird das Loslassen gewiss nicht leicht – auch wenn George nur eine Viertelstunde mit dem Auto entfernt ist. Für die royale Familie ist diese Elite-Ausbildung jedoch eine wichtige Investition in die Zukunft des künftigen Königs, die sie sich einiges kosten lässt: Die Schulgebühren belaufen sich auf fast 70'000 Franken pro Jahr.

Die strengen Regeln am elitären Eton College

1. Bei Schuleintritt steht der sogenannte Colours-Test an. Dabei müssen die Jungen den Lageplan des Geländes und die Farben der 25 Internatshäuser auswendig aufsagen können.

2. Im ersten Jahr gilt für die Schüler Smartphone-Verbot. Stattdessen wird ihnen ein internetloses Tastenhandy zur Verfügung gestellt, mit dem man lediglich telefonieren und SMS schreiben kann.

3. Bei Unpünktlichkeit muss der Betroffene seinen Namen in ein sogenanntes Verspätungsbuch eintragen. Weitere Strafen bei Fehlverhalten sind etwa das Abschreiben von lateinischen Gedichten oder das Jäten im Garten der Internatshäuser.

4. Modische Vielfalt gibt es auf dem Internat nicht: Die Schüler müssen eine Uniform tragen. Diese besteht aus einem schwarzen Frack, einer weissen Krawatte, einer Weste und einer gestreiften Hose.

5. Das geistliche Leben ist fest im Stundenplan verankert. Die Teilnahme an den morgendlichen Andachten ist für die Schüler verpflichtend. Lediglich von den Sonntagsgottesdiensten in der Eton-College-Kapelle können sich Nicht-Reformierte befreien lassen.

6. Eton pflegt einen eigenen Sprachgebrauch, dessen Nichtbeachtung ungern gesehen wird. So heissen Lehrer etwa «Beaks» und Schulstunden «Divs». Es gibt sogar ein eigenes Glossar dafür.

Dafür wird den Schülern aber auch eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten geboten. Das College besticht durch ein grosses Angebot: Von endlosen Sportplätzen über einen See für die Ruderteams bis hin zu Theatersälen und einer Musikabteilung – in Eton bleibt kein Talent unentdeckt. George, der als sehr sportbegeistert gilt, wird hier aus dem Vollen schöpfen können.

Wenn der Prinz nun über das Gelände spaziert, wandelt er auf ganz besonderen Pfaden: den Spuren seines Vaters. William besuchte von 1995 bis 2000 das Eton College. Auch Georges Onkel, Prinz Harry (41), folgte wenig später an diese Schule. Für William war das College eine besondere Zeit.

Abseits des royalen Scheinwerferlichts blühte er auf. Er avancierte zum sportlichen Aushängeschild, spielte leidenschaftlich Fussball sowie Wasserball und war Captain des Schwimmteams. Er wurde gar in die elitäre Gesellschaft «Pop» gewählt: eine exklusive Gruppe der Vertrauensschüler, die als Statussymbol bunte Westen tragen dürfen.

Diese Jahre gaben William ein wertvolles Stück Unbeschwertheit und Freiheit. Er betonte später: «Ich habe es sehr genossen, mich in Eton einfach als ganz normaler Schüler bewegen zu können.» Genau diese Normalität wünschen sich William und Kate nun auch für ihren ältesten Sohn. George mag eines Tages den britischen Thron besteigen – in Eton darf er ab sofort aber vor allem eines sein: ein ganz normaler Teenager, der Freundschaften fürs Leben knüpft.

(V.Sørensen--DTZ)

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