Deutsche Tageszeitung - Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro

Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro


Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro
Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro / Foto: © AFP

Die nepalesische Regierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya auf umgerechnet 4,12 Milliarden Euro. Davon würden etwa umgerechnet knapp 50 Millionen Euro für den kurzfristigen Wiederaufbau in den kommenden sechs Monaten und mehr als vier Milliarden Euro für den längerfristigen Wiederaufbau benötigt, sagte ein nepalesischer Außenamtssprecher am Freitag.

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Die nepalesische Regierung betont, dass der Himalaya-Staat langfristige internationale Unterstützung benötige, um sich an eine schnell verändernde Berglandschaft anzupassen. Regierungschef Balendra Shah hatte kürzlich erklärt, sein Land müsse die internationale Gemeinschaft deutlich darauf hinweisen, welche Katastrophen es als Folge des menschengemachten Klimawandels erleide.

Voraussichtlich wird Schahs erste Auslandsreise ihn diesen Monat zur UN-Generaldebatte in New York führen. Zu der folgenschweren Erderwärmung hat das ländlich geprägte Entwicklungsland mit seinen 30 Millionen Einwohnern nur in einem sehr geringen Maß beigetragen.

Ein Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal hatte nach Einschätzung von Fachleuten am 26. August die verheerende Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China ausgelöst. Die riesige Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.

Die Gesamtzahl der Todesopfer im Grenzgebiet zwischen Nepal und China liegt mittlerweile bei mehr als 1400. Rund 5600 Menschen wurden noch vermisst.

(L.Svenson--DTZ)

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