Deutsche Tageszeitung - Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen

Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen


Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen
Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Bremen hat einen 33-Jährigen wegen Mordes an seiner Exfreundin auf offener Straße zu lebenslanger Haft verurteilt. Die zuständige Kammer stellte zudem eine besondere Schwere der Schuld fest, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten aus der Haft nach 15 Jahren weitestgehend ausgeschlossen.

Textgröße ändern:

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 33-Jährige der Frau im Oktober 2025 maskiert vor ihrer Wohnung aufgelauert hatte. Als sie die Wohnung mit ihren zwei Kindern verließ, näherte er sich ihr von hinten und stach mit einem Messer achtmal auf sie ein. Dabei wurde sie an Kopf, Hals und Oberkörper verletzt.

Die Frau erlag ihren Verletzungen noch vor Ort. Direkt nach dem Angriff stieß der 33-Jährige eines der Kinder bei dessen Flucht zu Boden und stach ihm mit dem Messer in den Rücken. Das Kind wurde verletzt.

Der 33-Jährige wurde deswegen auch wegen Körperverletzung verurteilt. Mit dem Urteil folgte die Kammer den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte in ihrem Plädoyer einen Freispruch gefordert.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Le Pen will 140 Milliarden Euro bis 2030 einsparen

Die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat für den Fall eines Wahlsiegs drastische Einsparungen angekündigt und vor einer Staatspleite in Frankreich gewarnt. Sie strebe Einsparungen im Umfang von 140 Milliarden Euro an und wolle unter anderem den EU-Nettobeitrag Frankreichs auf fünf Milliarden Euro reduzieren, sagte Le Pen bei der Vorstellung ihres Haushaltsplans am Dienstag in Paris.

US-Amokläufer von Fort Hood soll durch Erschießungskommando hingerichtet werden

Der Amokläufer von Fort Hood, der 2009 auf dem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen erschossen hatte, soll durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden. US-Präsident Donald Trump gab nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Montag (Ortszeit) seine Zustimmung für die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass die US-Armee eine Hinrichtung vollstreckt.

Spionageverdacht: Früherer BND-Präsident Hanning und Büroleiter festgenommen

Spionageverdacht gegen früheren Geheimdienstchef: Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), August Hanning, ist am Dienstag festgenommen worden. Er soll von seinem früheren Büroleiter beim deutschen Auslandsgeheimdienst, Manfred D., geheime Informationen gekauft haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Erkenntnisse daraus sollen auch bei mindestens einem fremden Geheimdienst gelandet sein, nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei aber nicht um Russland.

Schüler und Gewerkschaftsvertreter blockieren erneut Schulen in Frankreich

Erneut haben Schüler und Gewerkschaftsvertreter in Frankreich in mehreren Städten des Landes Schulen blockiert. Mit Blick auf mögliche Ausschreitungen an diesem Protesttag sagte Frankreichs Bildungsminister Edouard Geffray am Dienstag dem Sender France: "Unsere Priorität ist es, unsere Schüler zu schützen." Bislang wurden nach offiziellen Angaben bereits 215 Schülerinnen und Schüler, 700 Sicherheitskräfte und rund 100 Schulbeschäftigte verletzt. Zudem gab es rund 6000 Festnahmen, in erster Linie Minderjährige.

Textgröße ändern: