Deutsche Tageszeitung - Techniker Krankenkasse bietet Versicherten Corona-Fernbehandlung an

Techniker Krankenkasse bietet Versicherten Corona-Fernbehandlung an


Techniker Krankenkasse bietet Versicherten Corona-Fernbehandlung an
Techniker Krankenkasse bietet Versicherten Corona-Fernbehandlung an / Foto: ©

Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten mit Corona-Infektion oder Corona-Verdacht ab Dienstag eine Fernbehandlung an. Alle TK-Versicherten mit entsprechenden Symptomen können sich an sieben Tagen die Woche telefonisch beraten und bei Bedarf in einer Onlinesprechstunde behandeln lassen, wie die Krankenkasse der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mitteilte. Auf diese Weise könnten auch Medikamente digital verordnet und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden.

Textgröße ändern:

Die TK hatte als erste gesetzliche Kasse ein bundesweites, vollständig digitales Pilotprojekt zur Fernbehandlung gestartet. Dieses stand bislang nur Mitarbeitern der TK und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein offen und wird jetzt wegen der Corona-Krise auf alle Versicherten ausgeweitet.

Bei der Onlinesprechstunde behandeln die Ärzte die Patienten über die TK-Doc-App per Videotelefonie. Bei Arzneimittelverordnungen können die Versicherten zwischen einem klassischen Papierrezept und einem elektronischen Rezept wählen. Hierzu erhalten sie einen QR-Code aufs Smartphone, der direkt an Apotheken weitergeleitet werden kann. Dabei kooperiert die Kasse mit dem Gesundheitsdienstleister Noventi.

"Gerade die Corona-Pandemie zeigt die großen Vorteile der Fernbehandlung", sagte TK-Vorstandschef Jens Baas. "Patienten mit Corona-Verdacht können sich von Ärzten behandeln lassen, ohne sich selbst, die Praxismitarbeiter oder andere Menschen auf dem Weg zum Arzt anzustecken."

Die Übermittlung der Krankschreibung an die TK erfolgt auf Wunsch des Versicherten ebenfalls auf elektronischem Weg. Die Versicherten und der Arbeitgeber erhalten die Durchschläge weiterhin per Post.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Prozess gegen Alec Baldwin: Richterin unterbricht Prozess wegen neuer Beweismittel

Überraschende Wendung im Prozess gegen US-Schauspieler Alec Baldwin wegen eines tödlichen Schusses auf eine Kamerafrau: Richterin Mary Marlowe Sommer hat die Verhandlung im US-Bundesstaat New Mexico am Freitag (Ortszeit) unterbrochen und die Geschworenen bis Montag nach Hause geschickt. Zuvor waren neue Beweismittel aufgetaucht, die der Verteidigung offenbar vorenthalten worden waren. Es ist nun gut möglich, dass der Prozess aufgrund dieses Fehlverhaltens eingestellt wird.

Wegen Überbelegung will Großbritannien tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnissen entlassen

Wegen stark überbelegter Gefängnisse sollen in Großbritannien ab September tausende Häftlinge vorzeitig entlassen werden. Mit dem Schritt wolle die britische Regierung den "Zusammenbruch" des Strafvollzugssystems verhindern, sagte die neue britische Justizministerin Shabana Mahmood am Freitag. Andernfalls drohe der "totale Zusammenbruch von Recht und Ordnung", da die Haftanstalten seit 2023 zu 99 Prozent ausgelastet seien.

Dresdner Polizist soll Hitlergruß gezeigt haben - zu "L'amour Toujours"

Die Dresdner Polizei hat Ermittlungen gegen einen ihrer Polizeibeamten eingeleitet, der den Hitlergruß gezeigt haben soll. Zu dem Vorfall soll es in der Nacht zu Freitag bei einer Feier gekommen sein, wie die Polizeidirektion der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Mehrere Beamte feierten demnach in zivil auf der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz.

Mindestens drei Tote durch Einsturz von Baustellen-Gerüst in der Schweiz

Durch den Einsturz eines Baugerüstes in der Schweiz sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere acht Menschen seien bei dem Unglück an einem 19-stöckigen Gebäude in Lausanne im Westen des Landes verletzt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Durch den Gerüst-Einsturz an dem 60 Meter hohen Gebäude seien die Arbeiter abrupt in die Tiefe gerissen worden.

Textgröße ändern: