Deutsche Tageszeitung - Zahl unerlaubter Einreisen im September weiter gesunken

Zahl unerlaubter Einreisen im September weiter gesunken


Zahl unerlaubter Einreisen im September weiter gesunken
Zahl unerlaubter Einreisen im September weiter gesunken / Foto: © AFP

Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen ist im September weiter gesunken. Wie die Bundespolizei am Montag in Potsdam mitteilte, versuchten im vergangenen Monat 3268 Menschen, ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren rund 23 Prozent weniger als im August und 34 Prozent weniger als im September 2025. Es ist zudem der niedrigste Stand seit über fünf Jahren: Geringere Werte gab es zum letzten Mal 2021.

Textgröße ändern:

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres stellte die Bundespolizei 36.523 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Dies waren 12.324 oder rund 25 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der niedrigste Monatswert der vergangenen Jahre war laut Bundespolizei im Januar 2021 mit 2727 unerlaubten Einreisen verzeichnet worden.

In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an den Landesgrenzen zu allen Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden.

Mit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung im Mai 2025 ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auch verstärkte Zurückweisungen an. Seitdem wurden laut Bundespolizei 45.427 Menschen zurückgewiesen. Seit Mai 2025 wurden zudem 2326 Menschen wegen einer Wiedereinreisesperre am Grenzübertritt gehindert.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Iran-Sanktionen: Hotel darf nicht mit eingefrorenen Geldern weiterbetrieben werden

Wegen der Iran-Sanktionen eingefrorene Gelder eines Luxushotels bei Frankfurt am Main dürfen einem Gerichtsbeschluss zufolge nicht für den Weiterbetrieb des Hauses verwendet werden. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln am Freitag und wies damit einen Eilantrag des Insolvenzverwalter ab, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte.

Nürnberg: 17-Jähriger Rollerfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Linienbus

In Nürnberg ist ein 17-jähriger Rollerfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem Linienbus ums Leben gekommen. Der Jugendliche war am Sonntagabend im Stadtgebiet unterwegs und hatte ein 16-jähriges Mädchen auf dem Motorroller mit dabei, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte. Als der entgegenkommende Bus abbiegen wollte, kam es aus zunächst unklarer Ursache zum Zusammenstoß.

Oberstes US-Gericht befasst sich mit Fragen der Konzernhaftung bei Klimawandelschäden

Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am Montag mit einem für die Ölindustrie grundlegenden Fall: Im Kern geht es um die Frage, wie und vor welchen Gerichten Unternehmen für mögliche Auswirkungen ihrer Erzeugnisse auf den Klimawandel verantwortlich gemacht werden können. Im Mittelpunkt steht eine Klage der Stadt und des Countys Boulder im Bundesstaat Colorado gegen die Konzerne ExxonMobil und Suncor Energy von 2018.

Weltkriegsbomben in Hannover entschärft: 17.500 Anwohner vorübergehend evakuiert

In Hannover sind zwei Weltkriegsbomben erfolgreich entschärft worden. Rund 17.500 Menschen mussten deswegen am Sonntag vorübergehend ihre Häuser und Wohnungen im Stadtteil Misburg-Nord verlassen, wie die Behörden in der niedersächsischen Landeshauptstadt mitteilten. Am frühen Abend gab die Stadt Entwarnung, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Textgröße ändern: