Deutsche Tageszeitung - Barmer-Umfrage: Nur jede zweite Familie isst täglich zusammen

Barmer-Umfrage: Nur jede zweite Familie isst täglich zusammen


Barmer-Umfrage: Nur jede zweite Familie isst täglich zusammen
Barmer-Umfrage: Nur jede zweite Familie isst täglich zusammen / Foto: © AFP/Archiv

Jede zweite Familie isst mindestens einmal täglich zusammen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Barmer unter rund tausend Familien mit minderjährigen Kindern, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. 43 Prozent der Befragten gaben demnach an, mindestens eine selbstgekochte Mahlzeit am Tag zu essen.

Textgröße ändern:

Nur rund ein Drittel (32 Prozent) nimmt hingegen mindestens drei Portionen Gemüse am Tag zu sich, so wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Fünf Prozent essen täglich Fastfood oder bestellen einen Lieferservice.

Je nach Einkommen legen mindestens 71 Prozent der Familien Wert auf gesunde und zumindest 85 Prozent auf qualitativ hochwertige Lebensmittel. 15 Prozent setzen dabei ausschließlich auf Bio-Produkte und 75 Prozent auf einen Mix mit konventionellen Lebensmitteln. Dagegen ist nur zwölf Prozent der Befragten die regionale Herkunft der Lebensmittel wichtig.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Koalition debattiert weiter über Pflegereform - Kosten steigen derweil weiter

Die Koalition debattiert weiter über Details einer Strukturreform der Pflegeversicherung - die Kosten steigen derweil weiter. Die Durchschnittslöhne in der Pflege legten in diesem Jahr abermals zu: um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nun 24,50 Euro pro Stunde. Dies geht aus Berechnungen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der Verband mahnte eine rasche Umsetzung von Reformen an, um einen weiteren Anstieg der von den Versicherten zu zahlenden Eigenanteile zu bremsen.

Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid

Auch mehrere Jahre nach dem Ende der Coronapandemie gibt es Experten zufolge erhebliche Versorgungslücken bei der Behandlung von Spätfolgen wie Long-Covid. Betroffene würden nach wie vor falsch diagnostiziert und fänden keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten bei Ärzten und in Hochschulambulanzen, erklärte die Wissenschaftsakademie Leopoldina in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungsnahme zu postinfektiösen Erkrankungen.

Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich"

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat die Forderung des Koalitionspartners SPD nach einer Deckelung der Eigenanteile bei der Pflege kategorisch zurückgewiesen. "Ein Deckel ist ja hochgradig gefährlich", sagte Linnemann am Mittwochabend im "heute journal" des ZDF. "Das muss man einfach so sagen." Ein solcher Deckel würde dazu führen, "dass die Kosten weiter ausarten", warnte der Minister.

Bundeskabinett beschließt Pflegereform - aber weiter Kritik

Bis zuletzt hatten Union und SPD um die Pflegereform gerungen, nun wurde sie im Bundeskabinett verabschiedet. Sie blieb dabei größtenteils so, wie sie Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) geplant hatte. Dieser sprach am Mittwoch von einem "ersten wichtigen Schritt" zur Stabilisierung des Pflegesystems. Die Hauptforderungen der SPD blieben hingegen unberücksichtigt - um sie soll sich eine neue Kommission kümmern.

Textgröße ändern: