Deutsche Tageszeitung - Ecuador will Wildvögel auf Galapagosinseln vor Vogelgrippe schützen

Ecuador will Wildvögel auf Galapagosinseln vor Vogelgrippe schützen


Ecuador will Wildvögel auf Galapagosinseln vor Vogelgrippe schützen
Ecuador will Wildvögel auf Galapagosinseln vor Vogelgrippe schützen / Foto: © AFP/Archiv

Ecuador will die einzigartigen Wildvogelarten auf den Galapagosinseln vor der in Europa und Nordamerika grassierenden Vogelgrippe schützen, die in den vergangenen Wochen mit Zugvögeln auch nach Südamerika gelangt ist. Es sei "eine ständige Überwachung in den Gebieten mit den meisten Seevögeln angeordnet" worden, einschließlich aller Touristenorte, erklärte der Direktor des Galapagos-Nationalparks, Danny Rueda.

Textgröße ändern:

Ecuador hatte am Mittwoch einen 90-tägigen Notstand verhängt, nachdem die hochansteckende Krankheit bei Vögeln in einigen Betrieben festgestellt worden war. Dieser beinhaltet ein Verbot des Transports jeglicher Vogelprodukte aus den betroffenen Gebieten.

In Südamerika sind bisher vor allem Peru und Ecuador vom H5N1-Virus betroffen. In Peru verendeten bereits rund 14.000 Seevögel, vor allem Pelikane, und die Behörden keulten vorsorglich mindestens 37.000 Hühner. Ecuador ordnete die Keulung von 180.000 Zuchtvögeln an.

Die aktuelle Vogelgrippewelle war in Kanada ausgebrochen und breitete sich von dort auf die USA aus, wo die Behörden für Seuchenkontrolle und -prävention eine Rekordzahl von 50 Millionen Todesfällen registrierten. Auch in Europa wütet das Virus aktuell so stark wie nie zuvor.

Für die Vogelgrippe, die sich unter Wildvögeln rasch ausbreitet und auch Zuchtvögel infizieren kann, gibt es keine Behandlung. Menschen infizieren sich in der Regel nicht mit dem Virus, auch wenn es einige seltene Fälle gegeben hat.

Die Galapagosinseln sind ein Paradies für Vogelbeobachter: Auf dem Archipel leben zahlreiche einzigartige und farbenfrohe Vögel, darunter der Blaufußtölpel, der für seine leuchtend blauen Schwimmfüße und seinen ausdrucksstarken Paarungstanz bekannt ist, sowie zahlreiche Pinguin-, Kormoran- und Albatrosarten.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Krankenhäuser hoffen auf Wiedereinführung des Zivildienstes

Im Fall einer Wiedereinführung des Zivildienstes in Deutschland sind die Krankenhäuser in hohem Maße bereit, Zivi-Stellen zu schaffen. Fast alle Kliniken, die früher Zivis beschäftigten, wären nach einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus Instituts (DKI) bereit, wieder ein vergleichbares Stellenangebot zu schaffen, wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2025 habe es bei den Arzneimitteln ohne Impfstoffe erwartungsgemäß einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gegeben, teilte der DAV am Donnerstag unter Berufung auf Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren in Berlin mit.

Erster Pollenalarm im Westen und Südwesten - Im Nordosten hält Kälte Blüten in Schach

Während im Nordosten Frost und Schnee die Pollen noch in Schach halten, hat vor allem im Südwesten und Westen aufgrund milderer Temperaturen die Pollensaison bereits begonnen. Dort schreitet die Blüte der Flühblüher langsam voran, wie der Polleninformationsdienst (PID) in Berlin am Mittwochabend mitteilte.

Zahl der Herzinfarkte sinkt - Bei Frauen oft spät erkannt

Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland sinkt. Der Anteil betroffener Männer ging zwischen 2014 und 2024 um 18,5 Prozent zurück, wie die Krankenkasse KKH am Mittwoch in Hannover mitteilte. Bei den Frauen war der Rückgang mit 13,7 Prozent etwas geringer - bei ihnen würden Herzinfarkte häufig erst spät erkannt und Warnsignale fehlgedeutet, warnte die KKH.

Textgröße ändern: