Deutsche Tageszeitung - Allianz pro Schiene: Reisen mit der Bahn deutlich sicherer als mit dem Auto

Allianz pro Schiene: Reisen mit der Bahn deutlich sicherer als mit dem Auto


Allianz pro Schiene: Reisen mit der Bahn deutlich sicherer als mit dem Auto
Allianz pro Schiene: Reisen mit der Bahn deutlich sicherer als mit dem Auto / Foto: © AFP

Das Reisen mit der Bahn ist laut einer Auswertung der Allianz pro Schiene deutlich sicherer als mit dem Auto. Wie das Verkehrsbündnis am Mittwoch auf der Grundlage von amtlichen Statistiken mitteilte, haben Menschen in Deutschland im Auto ein um 53 Mal höheres Risiko, tödlich zu verunglücken, als wenn sie die Strecke im Zug zurücklegen. Risiken einer schweren Verletzung sind demnach sogar 140 Mal höher.

Textgröße ändern:

Die Allianz pro Schiene untersuchte für ihre Auswertung Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzen von 2013 bis 2022. Dabei bestätigt sich das Bild auch im europaweiten Vergleich. Besonders unsicher ist Autofahren dabei wie auch schon in den Vorjahren in Rumänien mit rund acht Toten pro einer Milliarde Personenkilometer sowie in Polen mit sechs Toten pro einer Milliarde Personenkilometer, wie die Allianz pro Schiene mitteilte.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Koalition debattiert weiter über Pflegereform - Kosten steigen derweil weiter

Die Koalition debattiert weiter über Details einer Strukturreform der Pflegeversicherung - die Kosten steigen derweil weiter. Die Durchschnittslöhne in der Pflege legten in diesem Jahr abermals zu: um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nun 24,50 Euro pro Stunde. Dies geht aus Berechnungen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der Verband mahnte eine rasche Umsetzung von Reformen an, um einen weiteren Anstieg der von den Versicherten zu zahlenden Eigenanteile zu bremsen.

Eineinhalb Millionen Betroffene: Leopoldina fordert bessere Therapien bei Long-Covid

Auch mehrere Jahre nach dem Ende der Coronapandemie gibt es Experten zufolge erhebliche Versorgungslücken bei der Behandlung von Spätfolgen wie Long-Covid. Betroffene würden nach wie vor falsch diagnostiziert und fänden keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten bei Ärzten und in Hochschulambulanzen, erklärte die Wissenschaftsakademie Leopoldina in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungsnahme zu postinfektiösen Erkrankungen.

Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich"

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat die Forderung des Koalitionspartners SPD nach einer Deckelung der Eigenanteile bei der Pflege kategorisch zurückgewiesen. "Ein Deckel ist ja hochgradig gefährlich", sagte Linnemann am Mittwochabend im "heute journal" des ZDF. "Das muss man einfach so sagen." Ein solcher Deckel würde dazu führen, "dass die Kosten weiter ausarten", warnte der Minister.

Bundeskabinett beschließt Pflegereform - aber weiter Kritik

Bis zuletzt hatten Union und SPD um die Pflegereform gerungen, nun wurde sie im Bundeskabinett verabschiedet. Sie blieb dabei größtenteils so, wie sie Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) geplant hatte. Dieser sprach am Mittwoch von einem "ersten wichtigen Schritt" zur Stabilisierung des Pflegesystems. Die Hauptforderungen der SPD blieben hingegen unberücksichtigt - um sie soll sich eine neue Kommission kümmern.

Textgröße ändern: