Deutsche Tageszeitung - Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen

Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen


Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen
Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen / Foto: © AFP/Archiv

Nach Vergiftungen durch Knollenblätterpilze sind zwei Kindern und einem Erwachsenen in der Universitätsklinik Essen neue Lebern transplantiert worden. Bei dem vierten Patienten, einem fünfjährigen Jungen, könnte sich die Leber selbst regenerieren, so dass er möglicherweise kein Spenderorgan benötigt, wie die Universitätsmedizin Essen am Montag mitteilte. Der Zustand aller Patienten sei stabil. Sie werden demnach weiterhin engmaschig und intensiv betreut.

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Die drei Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren sowie der Erwachsene waren vor rund einer Woche mit akuten Vergiftungssymptomen und akutem Leberversagen nach dem Verzehr von Knollenblätterpilzen in die Klinik eingeliefert worden. Über den Verbund Eurotransplant, der für die Verteilung von Spenderorganen in zahlreichen europäischen Ländern zuständig ist, erhielten eines der Kinder und der Erwachsene bereits vergangene Woche eine Spenderleber, ein weiteres Kind wurde nun mit einem Spenderorgan versorgt.

Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich. Verwechslungsgefahr besteht etwa zwischen Grünem Knollenblätterpilz sowie Champignons oder Täublingen. In schweren Fällen kann es zur Schädigung von Leber oder Nieren bis hin zum Organversagen kommen.

(M.Dylatov--DTZ)

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