Deutsche Tageszeitung - Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft

Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft


Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft
Barmer-Umfrage: Nur knapp die Hälfte der über 14-Jährigen gegen HPV geimpft / Foto: © AFP/Archiv

Nur knapp die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen in Deutschland ist gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Demnach haben 48 Prozent zumindest die Erstimpfung gegen HPV erhalten, das Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs ist.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine HPV-Impfung für Kinder zwischen neun und 14 Jahren, die Impfung kann aber auch noch später erfolgen. Den Barmer-Daten zufolge sind 55 Prozent der weiblichen und 42 Prozent der männlichen Teenager einmal geimpft. Befragt wurden im Herbst 2024 im Rahmen der Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer bundesweit 2000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

Zwar haben knapp zwei Drittel (65 Prozent) bereits von der HPV-Impfung gehört. Aber nur etwa jeder und jede Dritte (31 Prozent) fühlt sich über die Folgen von HPV-Infektionen oder die Impfung an sich (36 Prozent) gut informiert.

Humane Papillomviren (HPV) werden sexuell übertragen und können Gebärmutterhalskrebs sowie Krebs im Mund-Rachen-Raum, an weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen und im After verursachen.

Bei den Gründen, die den Ausschlag für eine HPV-Impfung gaben, nannten die befragten Jugendlichen vor allem die Eltern (76 Prozent). In knapp der Hälfte der Fälle waren es Ärzte (47 Prozent) und in 16 Prozent die Angst vor Krebs. Informationen in der Schule (acht Prozent) oder in sozialen Medien (vier Prozent) spielten nur eine untergeordnete Rollen.

Von den bisher Ungeimpften gab rund ein Drittel (32 Prozent) an, dass sie sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. 15 Prozent haben Sorge vor Nebenwirkungen, elf Prozent halten die HPV-Impfung für unnötig.

Noch immer seinen "zu wenige junge Menschen" gegen HPV geimpft, erklärte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub. "Dabei kann die Impfung Krebs verhindern und Todesfälle vermeiden." Straub hält daher eine weitere Aufklärung für nötig. Es gebe "nach wie vor Informationsdefizite".

(A.Nikiforov--DTZ)

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