Deutsche Tageszeitung - Britische Marine verschärft Vorgaben für Alkoholkonsum auf Schiffen

Britische Marine verschärft Vorgaben für Alkoholkonsum auf Schiffen


Britische Marine verschärft Vorgaben für Alkoholkonsum auf Schiffen
Britische Marine verschärft Vorgaben für Alkoholkonsum auf Schiffen / Foto: © AFP

Die britische Marine verschärft ihre Vorgaben für den Alkoholkonsum an Bord ihrer Schiffe. Nach den in dieser Woche veröffentlichten neuen Vorgaben sind Angehörige der Royal Navy angehalten, unabhängig von ihrem Rang auf See nicht mehr als drei britische Alkoholeinheiten pro Tag und maximal 14 Alkoholeinheiten pro Woche zu konsumieren. Eine britische Alkoholeinheit entspricht gemäß den Vorgaben des nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) acht Gramm reinem Ethanol - etwas weniger als der Alkoholgehalt von einem Achtel Weißwein.

Textgröße ändern:

Die Royal Navy empfiehlt den Soldaten zudem, an mindestens zwei Tagen pro Woche vollständig auf Alkohol zu verzichten. Wie es aus Kreisen des britischen Verteidigungsministeriums heißt, sollen alkoholfreie und alkoholarme Produkte zum Kauf angeboten werden, um ein verantwortungsvolles Trinkverhalten zu fördern.

Bisher durften Marineangehörige zwei Dosen Bier am Tag trinken, was - je nach Alkoholgehalt des jeweiligen Biers - etwa drei Einheiten Alkohol entspricht.

Die neuen Vorschriften wurden in Übereinstimmung mit dem Ziel der Marine erlassen, die Kriegstüchtigkeit des Personals auf See zu steigern. Sie entsprächen zudem den Richtlinien für die britische Bevölkerung, teilten die Behörden mit.

Die neuen Regeln zum Alkoholkonsum seien im Einklang mit den Empfehlungen des Chief Medical Officer - des ranghöchsten Regierungsberaters in Gesundheitsfragen in Großbritannien - und stellten sicher, "dass unsere Mitarbeiter weiterhin fit für Marineeinsätze sind", erklärte ein Sprecher der Marine.

Wenn die Marineangehörigen nicht auf Schiffen sind, sondern sich etwa auf Stützpunkten an Land aufhalten, gelte das Regelwerk nicht, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

Die britische Marine war jahrhundertelang für die Ausgabe täglicher Rum-Rationen an die Mannschaft bekannt. Der Gebrauch wurde 1970 eingestellt.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Anhaltende Wärme macht Deutschland zu schaffen - Zahl der Hitzetoten weiter gestiegen

Die anhaltende Hitze macht Mensch und Natur in Deutschland weiter zu schaffen. Während das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine erneute Zunahme der Hitzetoten meldete, kämpfte die Feuerwehr vielerorts weiterhin gegen Wald- und Flächenbrände. Der Deutsche Tierschutzbund schlug Alarm und warnte vor Gefahren für Wildtiere durch ausgetrocknete Wasserstellen. Linderung ist zunächst nicht in Sicht: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) werden weiter teils ungewöhnlich hohe Temperaturen erwartet.

Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"

Angesichts drastisch gestiegener Eigenanteile und fehlender Pflegeplätze sieht der Arbeitgeberverband Pflege dringenden Handlungsbedarf. "Wir brauchen eine pflegepolitische Wende, sonst wird die Pflegekrise zur Gesellschaftskrise", erklärte Verbandspräsident Thomas Greiner am Donnerstag. "Pflege muss wieder günstiger werden, die Eigenanteile müssen runter und wir brauchen Pflegeplätze, Pflegeplätze, Pflegeplätze."

Barmer-Umfrage: Fast jeder Fünfte verschweigt etwas beim Arzt

Viele Menschen in Deutschland trauen sich einer Umfrage zufolge oft nicht, offen mit ihrem Arzt zu sprechen. 18 Prozent der befragten Erwachsenen gaben an, beim Arztbesuch schon einmal Probleme aus Scham, Peinlichkeit oder Misstrauen verschwiegen zu haben, wie aus einer Umfrage der Krankenkasse Barmer laut Mitteilung vom Mittwoch hervorging. Demnach sind besonders Frauen und jüngere Menschen betroffen.

Bereits mehr als 2000 Tote durch Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo

Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Von den 4381 bestätigten Infektionsfällen seien 2011 tödlich ausgegangen, teilten die kongolesischen Behörden am Dienstag mit. Damit nähert sich die Opferzahl derjenigen des bislang schwersten Ebola-Ausbruchs im Land, bei dem in den Jahren 2018 bis 2020 fast 2300 Infizierte gestorben waren.

Textgröße ändern: