Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin

Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin


Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin
Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin / Foto: © AFP/Archiv

Vier von fünf Versicherten halten Gesundheitsvorsorge für wichtig, doch nur knapp jeder zweite geht auch regelmäßig zu Untersuchungen. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag des Ärzteportals Doctolib, deren Ergebnisse der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Die Studie spricht von einem "Präventions-Paradox".

Textgröße ändern:

Insgesamt 84 Prozent der Befragten stufen medizinische Vorsorge als wichtig ein. Nur 42 Prozent nehmen aber tatsächlich Termine regelmäßig wahr. Besonders ausgeprägt zeigt sich dies demnach bei Männern. Nur 34 Prozent gehen regelmäßig zur Vorsorge, bei Frauen sind es 49 Prozent. Dass Männer eher Vorsorgemuffel sind, zeigten in der Vergangenheit auch andere Umfragen.

Als Haupthindernisse nennen die Befragten Zeitmangel durch Beruf und Familie, Vergesslichkeit sowie organisatorische Hürden bei der Terminvereinbarung. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Befragten gehen davon aus, dass digitale Erinnerungen per App, SMS oder E-Mail sie dabei unterstützen würden, Vorsorgetermine häufiger wahrzunehmen.

61 Prozent fühlen sich gut darüber im Bilde, welche Vorsorgeuntersuchungen in ihrem Alter und für ihr Geschlecht empfohlen werden. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten fühlt sich hingegen schlecht oder sehr schlecht über empfohlene Untersuchungen informiert. Befragt wurden vom 26. bis 28. Januar 2026 mehr als 2000 Menschen ab 18 Jahren.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Pflege: Ost-Ministerpräsidenten erhalten Zuspruch für Kritik an geplanter Reform

Für ihre Forderungen nach Korrekturen bei der Pflegereform erhalten die Ministerpräsidenten der drei CDU-geführten Ost-Landesregierungen Zuspruch aus Koalition und Opposition im Bund. Politikerinnen und Politiker von CSU, Grünen und Linken warnten am Montag insbesondere vor Einschnitten bei pflegenden Angehörigen. Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch warf der Bundesregierung vor, pflegende Angehörige "in Altersarmut schicken" zu wollen.

Linke fordert mehr Hitzeschutz in Pflegeheimen

Die Linke fordert mehr Hitzeschutz in Pflegeheimen. "Für viele ist Hitze unangenehm. Für pflegebedürftige Menschen kann sie lebensgefährlich sein", sagte die Linken-Pflegepolitikerin Evelyn Schötz am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gehe von über 5000 Hitzetoten im letzten Monat aus. Besonders betroffen von Hitze seien Menschen über 75 Jahre. "Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür, doch die Pflegeheime hierzulande sind darauf nicht ausreichend vorbereitet."

Trotz GKV-Reform: Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an stabile Beiträge

Trotz des jüngst beschlossenen Sparprogramms der Regierung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) glaubt eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht an dauerhaft stabile Beiträge. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor, über welche die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Donnerstag berichten.

Steinmeier ernennt drei neue Minister - Unionsfraktion wählt Frei zum Chef

In der Bundesregierung und der Unionsfraktion werden am Mittwoch mehrere personelle Wechsel vollzogen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht auf Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) drei neuen Ministerin die Ernennungsurkunden (12.00 Uhr). Der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wird neuer Bundesgesundheitsminister. Der Posten wird frei, weil die bisherige Inhaberin Nina Warken (CDU) ins Amt der Kanzleramtsministerin wechselt. Zum neuen Bundesverkehrsminister soll Steinmeier den bisherigen Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger (CDU), ernennen.

Textgröße ändern: