Deutsche Tageszeitung - Verzicht auf Fleisch oder Süßes: Mehr als zwei Drittel halten Fasten für sinnvoll

Verzicht auf Fleisch oder Süßes: Mehr als zwei Drittel halten Fasten für sinnvoll


Verzicht auf Fleisch oder Süßes: Mehr als zwei Drittel halten Fasten für sinnvoll
Verzicht auf Fleisch oder Süßes: Mehr als zwei Drittel halten Fasten für sinnvoll / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland halten Fasten für gesundheitlich sinnvoll. Vor allem bei jungen Menschen wird der bewusste Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter immer beliebter, wie aus einer am Montag in Hamburg veröffentlichten Umfrage der DAK-Gesundheit hervorgeht. 85 Prozent der unter 30-Jährigen können dem Fasten etwas abgewinnen.

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Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Zustimmungswerte bei den Jüngeren damit weiter gestiegen. 2024 hielten erst 76 Prozent der unter 30-Jährigen Fasten für sinnvoll, 2025 waren es 84 Prozent. Die geringste Motivation dazu haben über 60-Jährige. Hier können sich nur 62 Prozent vorstellen zu fasten.

Insgesamt sehen 70 Prozent aller Befragten Fasten aus gesundheitlicher Sicht als sinnvoll an. Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch stehen dabei ganz oben auf der Verzichtsliste. Forsa befragte vom 3. bis 5. Februar rund 1000 Menschen ab 18 Jahren. Jede und jeder zweite Befragte gab demnach an, schon mehrmals gefastet zu haben.

Beim Fasten würden drei Viertel der Menschen am ehesten auf Alkohol (75 Prozent) und Süßigkeiten (71 Prozent) verzichten. Rund die Hälfte der Befragten würde kein Fleisch mehr essen (52 Prozent) und das Rauchen aufgeben (48 Prozent). 37 Prozent würden den Fernsehkonsum einschränken und gut ein Viertel auf das Smartphone und Internet verzichten (27 Prozent). Jede und jeder fünfte Befragte würde das Auto stehen lassen (20 Prozent).

Bei den unter 30-Jährigen steht der Fleischverzicht noch höher im Kurs - zwei Drittel (66 Prozent) können sich vorstellen, in der Fastenzeit kein Fleisch zu essen. Im Gegensatz dazu halten nur 48 Prozent der über 60-Jährigen einen Fleischverzicht für denkbar. Das ist der niedrigste Wert aller Altersgruppen.

Die Bereitschaft zum Fasten steigt demnach mit dem Bildungsgrad. So bewerten drei Viertel (75 Prozent) der Befragten mit Abitur oder Studium den Verzicht auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut aus gesundheitlicher Sicht über mehrere Wochen als sinnvoll. Bei Menschen mit einem Hauptschulabschluss sind es nur 51 Prozent.

Die Fastenzeit ist Teil der christlichen Religion und umfasst ein Zeitfenster von 46 Tagen vor Ostern. Neben 40 Fastentagen stehen sechs fastenfreie Sonntage. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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