Deutsche Tageszeitung - Giftige Doppelgänger: Experten warnen vor Verwechslung von Bärlauch

Giftige Doppelgänger: Experten warnen vor Verwechslung von Bärlauch


Giftige Doppelgänger: Experten warnen vor Verwechslung von Bärlauch
Giftige Doppelgänger: Experten warnen vor Verwechslung von Bärlauch / Foto: © AFP/Archiv

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat vor Vergiftungen durch eine Verwechslung des im Frühjahr sprießenden Bärlauchs gewarnt. Trotz seines knoblauchartigen Geruchs werde Bärlauch von Sammlern "immer wieder mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt", erklärte BfR-Experte Yuri Bruinen de Bruin am Dienstag in Berlin. Vergiftungsfälle könnten tödlich enden.

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Die auch als Waldknoblauch bekannte Pflanze wächst in krautreichen, schattigen und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern sowie in Parks und Auenwäldern. Im Frühling treiben aus den kleinen Zwiebeln sattgrüne, lanzettförmige Blätter aus, die in der Küche verwendet werden können. Viele Menschen verwenden die Pflanze für Suppen, Salate, Pesto oder andere Gerichte. Die jungen Blätter ähneln allerdings denen des giftigen Maiglöckchens und der sehr giftigen Herbstzeitlosen.

Nach Daten der Giftinformationszentren und des BfR kommt es aufgrund von Verwechslungen immer wieder zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit zum Teil schwerwiegenden Folgen. Insbesondere in den Monaten April und Mai häuften sich die Vergiftungsfälle in ganz Europa, vor allem in Österreich, der Schweiz und Kroatien, aber auch in Deutschland.

Um Bärlauch von giftigen Doppelgängern zu unterscheiden, genügt es den Experten zufolge in der Regel, ein Blattstück zwischen den Fingern zu zerreiben. Entsteht dabei nicht der für Bärlauch typische Knoblauchgeruch, sollten Sammler das Kraut liegen lassen und sich sofort gründlich die Hände waschen. Doch auch dieser Test ist nicht ohne Tücken, wenn noch der Lauchgeruch einer vorangegangenen Probe an den Händen haftet und Sammler sich täuschen.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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