Deutsche Tageszeitung - Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Erkrankte und Kontaktperson werden ausgeflogen

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Erkrankte und Kontaktperson werden ausgeflogen


Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Erkrankte und Kontaktperson werden ausgeflogen
Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Erkrankte und Kontaktperson werden ausgeflogen / Foto: © AFP

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff vor Kap Verde werden zwei erkrankte Besatzungsmitglieder und eine weitere Kontaktperson nun ausgeflogen. Die medizinische Evakuierung habe begonnen, sagte die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kap Verde, Ann Lindstrand, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der Gesundheitszustand der drei Betroffenen sei "stabil", einer von ihnen habe bisher keine Symptome.

Textgröße ändern:

Die beiden Erkrankten und die Kontaktperson sollten den Angaben zufolge im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord gehen und mit Rettungswagen zum außerhalb der Stadt gelegenen Flughafen gebracht werden. Nach Angaben des niederländischen Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions werden sie in die Niederlande ausgeflogen.

Nach der Evakuierungsaktion soll das Kreuzfahrtschiff Kap Verde verlassen. Nach Angaben von Oceanwide Expeditions soll die "Honduis" dann Kurs auf die Kanaren nehmen und entweder Teneriffa oder Gran Canaria ansteuern. Das spanische Gesundheitsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, das Schiff werde die Kanaren in drei oder vier Tagen erreichen.

Die "Hondius" liegt seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde im Atlantik vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Drei Menschen, darunter eine Deutsche, starben bisher an den Folgen. Bei der Deutschen handelt es sich laut einem Bericht der Mediengruppe Bayern um eine 78-jährige Frau aus Passau.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Analyse: Hälfte der Klinikfälle könnte vermieden oder ambulant versorgt werden

In allen 16 Bundesländern könnte mehr als die Hälfte der Krankenhausfälle vermieden oder ambulant versorgt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der "Krankenhaus-Report 2026". Auf Bundesebene wären demnach von den insgesamt 15,2 Millionen Krankenhausfällen des Jahres 2024 etwa 8,6 Millionen "ambulantisierbar" oder vermeidbar.

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Erkrankte werden in die Niederlande ausgeflogen

Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff vor Kap Verde werden die zwei erkrankten Menschen an Bord sowie eine weitere Person in die Niederlande ausgeflogen. Die medizinische Evakuierung der zwei Erkrankten, die eine Notfallversorgung benötigen, erfolge mit zwei speziellen Flugzeugen, die sich derzeit auf dem Weg nach Kap Verde befinden, teilte der niederländische Kreuzfahrtveranstalter Oceanwide Expeditions am Dienstag im Onlinedienst X mit.

Nach Hantavirus-Ausbruch: Kreuzfahrtschiff mit 150 Menschen an Bord darf nicht anlegen

Nach dem Hantavirus-Ausbruch mit bislang drei Todesopfern haben am Dienstag fast 150 Menschen weiterhin auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" vor Kap Verde festgesessen. Ein WHO-Expertin sagte, das Schiff solle demnächst zu den Kanarischen Inseln fahren - das Gesundheitsministerium in Madrid bestätigte dies jedoch nicht. Seit Sonntag liegt das Schiff vor der kapverdischen Hauptstadt Praia vor Anker; die Behörden der afrikanischen Inselgruppe weigern sich, die Passagiere an Land zu lassen.

Biontech will drei deutsche Standorte schließen und massiv Stellen abbauen

Das Biotechnologieunternehmen Biontech will drei seiner Standorte in Deutschland schließen, darunter den des erst kürzlich übernommenen Konkurrenzen Curevac. "Biontech plant, die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie an den Standorten von Curevac zu schließen", erklärte das Mainzer Pharmaunternehmen am Dienstag. Davon betroffen sein könnten demnach "bis zu rund 1860 Stellen" - rund ein Viertel der Belegschaft. Die Industriegewerkschaft IGBCE kritisierte einen "skrupellosen" Kahlschlag.

Textgröße ändern: