Deutsche Tageszeitung - Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand

Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand


Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand
Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand

Junge Menschen in Deutschland trinken nach neuen Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit deutlich seltener regelmäßig Alkohol als früher. Rauschtrinken bleibt insbesondere unter jungen Männern verbreitet.

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Der regelmäßige Alkoholkonsum unter jungen Erwachsenen in Deutschland ist nach der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen gesunken. Insgesamt gaben 25 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu trinken.

Bei jungen Männern lag der Anteil bei 34,7 Prozent, bei jungen Frauen bei 14,3 Prozent. Die seit 1973 wiederholt durchgeführte Studie untersucht den Substanzkonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland.

Beim Rauschtrinken bleibt das Niveau deutlich höher. 45,8 Prozent der jungen Männer berichteten, in den 30 Tagen vor der Befragung bei einer Gelegenheit mindestens fünf Gläser Alkohol getrunken zu haben. Bei jungen Frauen sank der entsprechende Anteil von 32 Prozent bei der vorherigen Erhebung auf 26,1 Prozent.

Auch bei 12- bis 17-Jährigen ist regelmäßiger Alkoholkonsum vergleichsweise selten. 9,2 Prozent der Jungen und 4,1 Prozent der Mädchen trinken nach eigenen Angaben mindestens einmal pro Woche. Jugendliche trinken ihr erstes Glas Alkohol im Durchschnitt mit 15 Jahren; der erste Rausch folgt im Mittel mit 16 Jahren.

2025 hatten 60,7 Prozent der männlichen und 57 Prozent der weiblichen Jugendlichen irgendwann Alkohol konsumiert. Vor zwei Jahrzehnten lag dieser Anteil bei beiden Geschlechtern noch bei rund 75 Prozent.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, wertete den Rückgang als positive Entwicklung, warnte aber vor einer Entwarnung. Er unterstützt die geplante Abschaffung des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren, weil Alkohol die Entwicklung von Gehirn und Körper beeinträchtigen kann und Rauschtrinken für junge Menschen besondere Risiken birgt.

(V.Varonivska--DTZ)

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