Deutsche Tageszeitung - Stress bei jungen Menschen: Soziale Isolation als häufige Reaktion

Stress bei jungen Menschen: Soziale Isolation als häufige Reaktion


Stress bei jungen Menschen: Soziale Isolation als häufige Reaktion
Stress bei jungen Menschen: Soziale Isolation als häufige Reaktion

Laut einer aktuellen Erhebung der Krankenkasse Vivida BKK reagieren mehr als die Hälfte der jungen Befragten auf psychischen Druck mit sozialem Rückzug. Die Studie identifiziert finanzielle Unsicherheiten sowie hohen Erwartungsdruck als Hauptursachen für die zunehmende Belastung in der Altersgruppe von 14 bis 35 Jahren.

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Bei psychischer Belastung ziehen sich viele junge Menschen aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Krankenkasse Vivida BKK und ihrer Stiftung Die Gesundarbeiter zeigt, dass 55 Prozent der Befragten auf Stress mit sozialem Rückzug reagieren. Die Krankenkasse warnt davor, dass diese soziale Isolation das bestehende Stressniveau weiter verstärken könne.

Die Untersuchung offenbart ein breites Spektrum an Belastungsfaktoren für die Generation unter 35 Jahren. Insgesamt gaben 78 Prozent der 14- bis 35-jährigen Teilnehmer an, sich häufig gestresst zu fühlen. Als Hauptursachen nennen die jungen Menschen finanzielle Sorgen (74 Prozent) sowie Druck aus Arbeit, Schule oder Ausbildung (69 Prozent). Daneben fühlt sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) durch die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage unter Druck gesetzt.

Ein zentrales Problem ist dabei der hohe Erwartungsdruck. 84 Prozent der Befragten haben den Eindruck, in vielen Lebensbereichen gleichzeitig funktionieren zu müssen. Um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, fühlen sich 78 Prozent ständig gezwungen, an sich selbst zu arbeiten. Zudem geben 69 Prozent an, dass Erwartungen anderer Personen eine wesentliche Rolle bei ihrer Belastung spielen.

Zwischen den Geschlechtern zeigen sich deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung des eigenen Wertes. Während 78 Prozent der Mädchen und Frauen das Gefühl haben, nie gut genug zu sein, trifft diese Einschätzung nur auf 63 Prozent der männlichen Befragten zu. Die Erhebung wurde von der Vivida BKK durchgeführt und basierte auf Antworten von 1.045 Deutschen im Alter von 14 bis 34 Jahren.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, psychische Gesundheit bei jungen Erwachsenen frühzeitig zu adressieren. Soziale Rückzugsmuster können dabei nicht nur als Symptom, sondern auch als Verstärker von Stress wirken. Die Krankenkasse sieht hier Handlungsbedarf, um junge Menschen vor der zunehmenden Isolation und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken zu schützen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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