Deutsche Tageszeitung - Chinesischer Influencerin droht Gefängnisstrafe wegen Verzehrs von Hai-Fleisch

Chinesischer Influencerin droht Gefängnisstrafe wegen Verzehrs von Hai-Fleisch


Chinesischer Influencerin droht Gefängnisstrafe wegen Verzehrs von Hai-Fleisch
Chinesischer Influencerin droht Gefängnisstrafe wegen Verzehrs von Hai-Fleisch / Foto: © AFP/Archiv

In China hat sich eine Influencerin mit einem Video Ärger eingehandelt, in dem sie einen Weißen Hai grillt und verzehrt. Gegen die unter dem Pseudonym Tizi bekannte Videobloggerin ermittle inzwischen die Polizei, erklärte am Montag die Landwirtschaftsbehörde in der südwestchinesischen Millionenstadt Nanchong. In China sind Weiße Haie eine geschützte Spezies, illegaler Besitz der Tiere kann mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Textgröße ändern:

Tizi, der auf den Streaming-Plattformen Douyin und Kuaishou fast acht Millionen Nutzer folgen, hatte ein Video veröffentlicht, auf dem sie einen zwei Meter langen toten Fisch auspackt, auf dem Boden platziert und sich dann neben ihn legt, um zu zeigen, dass er größer als sie selbst ist.

Sie teilt den Fisch dann in zwei Hälften, mariniert und grillt ihn und gart den Kopf in einer würzigen Brühe. "Er sieht vielleicht bösartig aus, aber sein Fleisch ist echt sehr zart", sagt Tizi schließlich und verspeist den Fisch. Etliche Nutzer äußerten sich in Kommentaren unter dem Video empört. Tizi hat das Video mittlerweile gelöscht.

Die Polizei in Nanchong hatte am Sonntag bestätigt, dass es sich bei dem im Video zu sehenden Tier um einen Weißen Hai handelt. Die Videobloggerin sagte Lokalmedien, sie habe den Hai auf "legalem Weg" gekauft - was nach Angaben der lokalen Landwirtschaftsbehörde aber "nicht zu den Fakten passt".

Weiße Haie gelten nach der Klassifikation des internationalem Umweltschutz-Dachverbands International Union for Conservation of Nature (IUCN) als "gefährdet". Weltweit wurden die Haipopulationen in den vergangenen Jahrzehnten dezimiert. Verantwortlich dafür waren insbesondere industrielle Langleinen-Fischerei und die Praxis des Hai-Finning, bei der den Tieren die Rückflosse abgetrennt wird und sie dann ins Meer zurückgeworfen werden.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Bündnis von Kulturinstitutionen des Landes eine Kampagne für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestartet. Die Aktion #stolzaufVielfalt solle deutlich machen, "dass die unterschiedlichen Menschen, Erfahrungen und Perspektiven in unserem Land keine Gegensätze sind, sondern eine gemeinsame Stärke, unsere Kultur", erklärten mehr als ein Dutzend Organisationen am Dienstag in Dessau.

Versehentlich Tod des Königs gemeldet: Britischer Sender verstieß gegen Regeln

Ein britischer Lokal-Radiosender hat im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. Es handle sich um eine "sehr schwerwiegende Ungenauigkeit", zudem sei nach der Falschmeldung sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen, rügte der Rundfunkrat am Montag.

Bund will NS- und SED-Gedenkstätten stärker fördern

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will den Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur im kommenden Jahr zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf Projektförderungen und weitere fünf Millionen Euro auf die institutionelle Stärkung der vom Bund geförderten Gedenkstätten, wie die Regierung am Montag in Berlin mitteilte. Berücksichtigt sind auch Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Französische Sängerin Vanessa Paradis gibt Trennung von Regisseur Benchetrit bekannt

Die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis und der Regisseur und Schriftsteller Samuel Benchetrit haben sich nach fast zehn Jahren Beziehung getrennt. Die beiden hätten "einvernehmlich ihre Trennung bekannt gegeben", würden sich aber weiterhin "mit Respekt und Zuneigung begegnen", teilte Paradis' Agent am Donnerstag in einer Erklärung mit. Paradis und Benchetrit hatten am 30. Juni 2018 geheiratet.

Textgröße ändern: