Deutsche Tageszeitung - Filmfestival von Cannes beginnt mit Kostümfilm über Ludwig XV.

Filmfestival von Cannes beginnt mit Kostümfilm über Ludwig XV.


Filmfestival von Cannes beginnt mit Kostümfilm über Ludwig XV.
Filmfestival von Cannes beginnt mit Kostümfilm über Ludwig XV. / Foto: © AFP

Cannes ist für die kommenden zwei Wochen internationale Film- und Promi-Hauptstadt: Zahlreiche bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler, Filmemacherinnen und Filmemacher schritten am Dienstagabend in der Stadt an der französischen Riviera über den roten Teppich, um an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, unter ihnen die Grande Dame des französischen Kinos, Catherine Deneuve, in einem schulterfreien dunkelblauen Kleid, der US-Schauspieler Michael Douglas, der eine Ehrenpalme für sein Lebenswerk erhält, und die Deutsche Emilia Schüle.

Textgröße ändern:

Festivalchef Thierry Frémaux empfing die Filmcrew des Eröffnungsfilms "Jeanne du Barry" mit der Regisseurin Maïwenn und dem US-Schauspieler Johnny Depp. Dessen Auftritt im Eröffnungsfilm hat Kritik feministischer Gruppen ausgelöst. Depp hatte sich in einem Endlos-Prozess vor Gericht mit seiner Ex-Frau Amber Heard auseinandergesetzt, beide hatten sich gegenseitig häusliche Gewalt vorgeworfen.

Maïwenn räumte ein, dass sie sich zeitweise Sorgen wegen Depps Image gemacht habe. "Ich war ziemlich beunruhigt, welche Folgen das für sein Image haben würde", sagte sie. In ihrem Film erzählt sie eine Liebesgeschichte des alternden Königs Ludwigs XV., verkörpert von Depp.

Erwartet werden in diesem Jahr zahlreiche Hollywood-Stars und ungewöhnlich viele deutsche Filmschaffende. Der deutsche Regie-Altmeister Wim Wenders ist mit zwei Filmen vertreten. Mit "Perfect Days" über einen japanischen Putzmann tritt er im Wettbewerb an, sein Dokumentarfilm "Anselm - Das Rauschen der Zeit" über den Künstler Anselm Kiefer läuft außer Konkurrenz.

Festivalchef Frémaux zeigte sich mit Blick auf mögliche Protestaktionen der Gewerkschaften entspannt. "Wir sind in einem guten Dialog", sagte er. Dennoch hat das Festival Stromgeneratoren für den Fall aufgestellt, dass bei Protestaktionen der Strom unterbrochen wird.

Die Schauspielerin Chiara Mastroianni moderiert die Eröffnungszeremonie im Palais du Festival an der Strandpromenade von Cannes. Das Festivalplakat an der Fassade zeigt ein Porträt ihrer Mutter Catherine Deneuve.

Die Goldene Palme der 76. Festspiele von Cannes wird am am 27. Mai verliehen. Vorsitzender der Jury ist der schwedische Regisseur Ruben Östlund.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt in Fall Fernandes - Keine Angabe zu Ulmen

Im Fall der von der Schauspielerin Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe der digitalen sexualisierten Gewalt hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ihre zuletzt ruhenden Ermittlungen wieder aufgenommen. Nach Prüfung der Medienveröffentlichungen in der Sache seien die Ermittlungen wieder aufgenommen worden, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Peter Müller-Rakow, am Freitag auf Anfrage. Damit wird außer im spanischen Mallorca nun auch in Deutschland wieder ermittelt.

Paul McCartney kündigt neues Album an - Erster Song veröffentlicht

Ex-Beatle Paul McCartney hat nach mehr als fünf Jahren Pause einen neuen Song veröffentlicht und ein neues Album angekündigt. Das Album "The Boys of Dungeon Lane" beschäftige sich mit McCartneys Jugend in Liverpool vor dem Aufstieg zum Ruhm und werde die Hörer "dorthin mitnehmen, wo alles begann", hieß es am Donnerstag auf der Website des Musikers. Erscheinen soll es am 29. Mai.

Veruntreutes Vermögen von Filmstar Ursula Andress: Beschlagnahmung in Italien

In Italien haben Ermittler Immobilien, Grundstücke und andere Vermögenswerte im Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die mit veruntreuten Geldern von Filmstar Ursula Andress gekauft worden sein sollen. Wie die italienische Finanzpolizei am Donnerstag mitteilte, hatte die 90-jährige Schweizerin in ihrer Heimat Anzeige erstattet, nachdem sie eine "fortschreitende und erhebliche Verringerung" ihres Vermögens bemerkt hatte. Andress verdächtigt ihren eigenen Vermögensverwalter.

Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge mit 94 Jahren gestorben

Der Filmemacher, Fernsehproduzent und Schriftsteller Alexander Kluge ist tot. Er starb wenige Wochen nach seinem 94. Geburtstag am Mittwoch in München, wie der Suhrkamp-Verlag am Donnerstag mitteilte. Kluge zählte zu den führenden deutschen Intellektuellen, sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.

Textgröße ändern: