Deutsche Tageszeitung - Franz Rogowski möchte nach internationalen Filmen mal wieder in Deutschland drehen

Franz Rogowski möchte nach internationalen Filmen mal wieder in Deutschland drehen


Franz Rogowski  möchte nach internationalen Filmen mal wieder in Deutschland drehen
Franz Rogowski möchte nach internationalen Filmen mal wieder in Deutschland drehen / Foto: © AFP

Der deutsche Schauspieler Franz Rogowski, der in einem britischen Wettbewerbsfilm in Cannes mitspielt, hofft nach zahlreichen internationalen Filmen auf eine Rolle in einem deutschen Film. "Ich habe in den vergangenen Jahren in fünf oder sechs verschiedenen Sprachen gearbeitet", sagte er. "Ich würde gerne mal morgens zur Arbeit gehen und abends wieder nach Hause kommen", sagte der in Berlin lebende Rogowski am Freitag in Cannes.

Textgröße ändern:

Es sei nicht leicht, interessante Projekte zu finden, "die mehr wollen als nur die Realität abbilden". "Ich verbringe viel Zeit damit, Drehbücher zu lesen, um die zu finden, mit denen ich etwas anfangen kann", sagte er. Er warte noch auf das richtige Drehbuch für einen deutschen Film.

Der 38-Jährige spielt im Film "Bird" (Vogel) der britischen Filmemacherin Andrea Arnold einen sanften und leicht skurrilen jungen Mann, der einer Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen Hoffnung gibt.

Arnold begründete ihre Entscheidung, einen deutschen Schauspieler auszuwählen mit ihrem Bauchgefühl. "Er hat eine wunderbare Energie", sagte sie über Rogowski. Sie versuche nicht, ihre Schauspieler in etwas hineinzupassen, sondern vertraue ihrem Instinkt. "Ich sammele tolle Menschen, wie Muscheln am Strand", sagte Arnold.

Der gebürtige Freiburger hatte für seine Rolle in dem Film "In den Gängen" 2018 den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller bekommen. Im selben Jahr spielte er an der Seite von Paula Beer in "Transit" von Christian Petzold. Im vergangenen Jahr kamen gleich drei internationale Filme heraus, in denen Rogowski mitspielte: "Passages", "Disco Boy" und "Lubo".

Nach einigen deutschen Stars an der Croisette 2023 fallen die deutschen Beiträge beim diesjährigen Filmfestival in Cannes diskreter aus: Neben Rogowski ist die deutsche Schauspielerin Diane Kruger in einem kanadisch-französischen Film zu sehen. Insgesamt sind in diesem Jahr 14 deutsche Koproduktionen in Cannes zu sehen, davon drei im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Der letzte deutsche Film im Wettbewerb war "Toni Erdmann" von Maren Ade 2016. Der Film "Perfect Days", mit dem der deutsche Regisseur Wim Wenders im vergangenen Jahr für die Goldene Palme angetreten war, war eine deutsch-japanische Koproduktion.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Mehrheit sorgt sich um öffentlichen Einfluss sozialer Medien - Verzicht kaum Thema

Obwohl sich die Mehrheit der Deutschen um den Einfluss sozialer Medien auf die öffentliche Meinung sorgt, würden nur wenige darauf verzichten. Das geht aus einer am Dienstag in Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, für die mehr als 2000 Menschen befragt wurden.

Volvic wegen irreführender Werbung in Frankreich verurteilt

Die Werbung für "100 Prozent recycelbare" und "CO2-neutrale" Plastikflaschen der Mineralwassermarke Volvic stellt nach Ansicht eines Pariser Gerichts eine Irreführung der Verbraucher dar. Die Richter verurteilten das Unternehmen am Montag zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 75.000 Euro an die französische Verbraucherorganisation CLCV, die Volvic verklagt hatte. Der Lebensmittelkonzern Danone, zu dem Volvic gehört, kündigte Berufung an.

US-Botschafter feiert 250. Jubiläum in Brüssel mit hochrangigen Gästen

Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, veranstaltet am Sonntag in Brüssel eine große Feier zum 250. Jahrestag der Gründung der USA. Als Gäste im Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) im Europaviertel der belgischen Hauptstadt werden unter anderen der belgische Premierminister Bart de Wever sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Geplant sind nach Botschaftsangaben der Überflug eines "historischen Flugzeugs" sowie ein Feuerwerk und ein Country-Konzert.

Umfrage: Mehrheit für Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Eine Mehrheit der Bundesbürger spricht sich für ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus. In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, dass der Zugang zu Plattformen wie Tiktok oder Instagram für unter 16-Jährige verboten werden sollte. 42 Prozent waren dagegen und halten eine Nutzung für diese Altersgruppe weiterhin für vertretbar.

Textgröße ändern: