Deutsche Tageszeitung - Papst würdigt Sagrada-Familia-Architekt Gaudí als "ehrwürdigen Diener Gottes"

Papst würdigt Sagrada-Familia-Architekt Gaudí als "ehrwürdigen Diener Gottes"


Papst würdigt Sagrada-Familia-Architekt Gaudí als "ehrwürdigen Diener Gottes"
Papst würdigt Sagrada-Familia-Architekt Gaudí als "ehrwürdigen Diener Gottes" / Foto: © AFP/Archiv

Erster Schritt auf dem Weg zur Heiligsprechung: Die katholische Kirche hat den Architekten der berühmten Basilika Sagrada Familia in Barcelona, Antoni Gaudí, als "ehrwürdigen Diener Gottes" anerkannt. Papst Franziskus habe laut einer Erklärung des Vatikans am Montag ein Dekret genehmigt, dass Gaudí "heroische Tugenden" zuerkennt.

Textgröße ändern:

In der katholischen Kirche geht die Anerkennung des "heroischen Tugendgrads" eines Menschen der Seligsprechung voraus. Dafür ist außerdem der Nachweis eines Wunders erforderlich. Um dann in den Rang eines Heiligen aufzusteigen und als solcher verehrt zu werden, bedarf es eines zweiten Wunders, das vom Vatikan anerkannt werden muss.

Der als visionär und fromm geltende katalanische Architekt Gaudí trug den Spitznamen "Architekt Gottes". Im Jahr 1882 hatte er ohne jegliche Bewilligung mit dem Bau seiner Kirche in Barcelona begonnen, die heute als meistbesuchtes Wahrzeichen der spanischen Metropole gilt. Gaudí arbeitete unverdrossen an seinem Werk, bis er im Juni 1926 von einer Straßenbahn erfasst wurde und wenige Tage später starb. An der bis heute unvollendeten Kirche wird somit seit über 140 Jahren gebaut.

Im Jahr 2010 wurde die monumentale Basilika vom damaligen Papst Benedikt XVI. eingeweiht, was den Weg zu einer Nutzung als Gotteshaus ebnete. Damals sagte das Kirchenoberhaupt, Gaudí sei es "inspiriert vom Eifer seines christlichen Glaubens" gelungen, die Basilika "in ein Gotteslob aus Stein zu verwandeln". 2023 hatte der Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella, eine Gruppe von Ordensleuten und Laien damit beauftragt, sich für Gaudí einzusetzen. Dieses Vorhaben wurde nun mit der Anerkennung als "ehrwürdiger Diener Gottes" von Erfolg gekrönt.

Die Unterzeichnung des Dekrets zu Gaudì war der erste offizielle Termin auf der Agenda von Papst Franziskus, seit der 88-Jährige am 23. März nach fünfwöchigem Aufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Das Kirchenoberhaupt war Mitte Februar wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Laut seinen Ärzten entging Franziskus nur knapp dem Tod.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Céline Dion überrascht mit Auftritt bei Pariser Fashion Week

Vor gut zwei Wochen feierte Céline Dion ihr Comeback, nun überraschte der kanadische Superstar mit einem Auftritt bei der Pariser Fashion Week. Unter dem Jubel der Zuschauer betrat die Sängerin am Montag mit einem strahlenden Lächeln den Laufsteg unter dem Eiffelturm und bezauberte das Publikum mit ihrem Hit "I'm Alive".

Halbzeitbilanz von Oktoberfest: 3,8 Millionen Besucher und 936 Polizeieinsätze

Rund 3,8 Millionen Menschen haben das Oktoberfest in München bisher besucht. Das schätzte die Festleitung nach Angaben vom Sonntag zur Halbzeit des Volksfests in der bayerischen Landeshauptstadt. Damit lag die Zahl etwas höher als im Vorjahr, als nach der Hälfte der Wiesn etwa 3,5 Millionen Besucher registriert worden waren. Zugleich sank der Festbierkonsum laut Zwischenbilanz der Veranstalter im Vorjahresvergleich jedoch leicht.

Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben

Der langjährige ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 81 Jahren, wie der Sender am Freitag in Mainz mitteilte. Töpper wurde vor allem durch die Sendung "Wie würden Sie entscheiden?" bekannt, die er von 1990 bis 2000 moderierte.

Hollywood-Star Susan Sarandon in New York bei israelkritischem Protest festgenommen

Hollywoodstar Susan Sarandon ist in New York festgenommen worden, als sie gemeinsam mit anderen Demonstranten gegen den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der UN-Vollversammlung protestierte. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie Polizisten der unter anderem aus dem Film "Thelma und Louise" bekannten Schauspielerin am Donnerstag Handschellen anlegten. Einem Medienbericht zufolge wurde auch die Schauspielerin Hannah Einbinder von der Kundgebung abgeführt, die von der israelkritischen Organisation "Jewish Voice for Peace" organisiert worden war.

Textgröße ändern: