Deutsche Tageszeitung - Amputationen und Brandwunden: Verletzungen in Berliner Silvesternacht

Amputationen und Brandwunden: Verletzungen in Berliner Silvesternacht


Amputationen und Brandwunden: Verletzungen in Berliner Silvesternacht
Amputationen und Brandwunden: Verletzungen in Berliner Silvesternacht / Foto: © AFP

Beim Umgang mit Feuerwerk haben sich mehrere Menschen in der Silvesternacht in Berlin schwerste Verletzungen zugezogen. Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) waren bis Donnerstagmorgen mehr als 30 Verletzte in Behandlung, bei einigen von ihnen mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden, wie Kliniksprecherin Angela Kijewski der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auch Verbrennungen, Gesichts- und Augenverletzungen seien vorgekommen.

Textgröße ändern:

"Besonders entsetzlich" sei, dass unter den Verletzten acht Minderjährige zwischen 14 und 17 Jahren seien: "Ihr Leben wird sich durch diese Verletzungen für immer verändern", sagte Kijewski. Sie hätten Finger oder Teile der Hand verloren. Zudem hätten mehrere junge Männer beim Beugen über Böllerbatterien Feuerwerk ins Gesicht bekommen und dabei schwere Verletzungen etwa an den Augen davongetragen.

Verletzungen durch illegale Kugelbomben seien anders als im Vorjahr aber nicht beobachtet worden, sagte die Sprecherin weiter. "Das ist positiv." Allerdings deute die Schwere mancher Verletzungen durchaus auf anderes illegales Feuerwerk hin. "Da gehen wir schon davon aus: Das war nicht der normale Kracher", sagte Kijewski.

Die Behandlungszahlen hätten im Durchschnitt der vorangegangenen Silvesterfeiern gelegen, sagte die Sprecherin weiter. Die Klinik erwarte, dass sich im Laufe des Tages noch weitere Menschen mit verletzten Gliedmaßen zur Behandlung einfinden werden: "Wenn die ihren Alkohol- oder Drogenrausch ausgeschlafen haben und merken: Oh, da fehlt was - dann kommen die zu uns."

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt in Fall Fernandes - Keine Angabe zu Ulmen

Im Fall der von der Schauspielerin Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe der digitalen sexualisierten Gewalt hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ihre zuletzt ruhenden Ermittlungen wieder aufgenommen. Nach Prüfung der Medienveröffentlichungen in der Sache seien die Ermittlungen wieder aufgenommen worden, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Peter Müller-Rakow, am Freitag auf Anfrage. Damit wird außer im spanischen Mallorca nun auch in Deutschland wieder ermittelt.

Paul McCartney kündigt neues Album an - Erster Song veröffentlicht

Ex-Beatle Paul McCartney hat nach mehr als fünf Jahren Pause einen neuen Song veröffentlicht und ein neues Album angekündigt. Das Album "The Boys of Dungeon Lane" beschäftige sich mit McCartneys Jugend in Liverpool vor dem Aufstieg zum Ruhm und werde die Hörer "dorthin mitnehmen, wo alles begann", hieß es am Donnerstag auf der Website des Musikers. Erscheinen soll es am 29. Mai.

Veruntreutes Vermögen von Filmstar Ursula Andress: Beschlagnahmung in Italien

In Italien haben Ermittler Immobilien, Grundstücke und andere Vermögenswerte im Gesamtwert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die mit veruntreuten Geldern von Filmstar Ursula Andress gekauft worden sein sollen. Wie die italienische Finanzpolizei am Donnerstag mitteilte, hatte die 90-jährige Schweizerin in ihrer Heimat Anzeige erstattet, nachdem sie eine "fortschreitende und erhebliche Verringerung" ihres Vermögens bemerkt hatte. Andress verdächtigt ihren eigenen Vermögensverwalter.

Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge mit 94 Jahren gestorben

Der Filmemacher, Fernsehproduzent und Schriftsteller Alexander Kluge ist tot. Er starb wenige Wochen nach seinem 94. Geburtstag am Mittwoch in München, wie der Suhrkamp-Verlag am Donnerstag mitteilte. Kluge zählte zu den führenden deutschen Intellektuellen, sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.

Textgröße ändern: