Deutsche Tageszeitung - Film "Blood & Sinners" gewinnt wichtigsten Preis der US-Schauspielergewerkschaft

Film "Blood & Sinners" gewinnt wichtigsten Preis der US-Schauspielergewerkschaft


Film "Blood & Sinners" gewinnt wichtigsten Preis der US-Schauspielergewerkschaft
Film "Blood & Sinners" gewinnt wichtigsten Preis der US-Schauspielergewerkschaft / Foto: © AFP

Der für die Rekordzahl von 16 Oscars nominierte Film "Blood & Sinners" hat zwei Wochen vor der Oscar-Verleihung den wichtigsten Preis der US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA eingeheimst. Bei der Gala in Los Angeles wurde am Sonntagabend das gesamte Filmteam mit dem Actors Award ausgezeichnet. Hollywood-Star Harrison Ford wurde für sein Lebenswerk geehrt.

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"Blood & Sinners" von Regisseur Ryan Coogler ist ein Vampir-Horrorfilm und gleichzeitig Historien-Epos: Er spielt im Jahr 1932 und erzählt die Geschichte von Zwillingsbrüdern, die aus Chicago in ihre Heimat Mississippi zurückkehren, wo trotz Abschaffung der Sklaverei der Rassismus noch alltäglich ist. Die Brüder - beide gespielt von Michael B. Jordan - wollen trotz Prohibition einen Nachtclub eröffnen. Jordan wurde bei der Gala zusätzlich mit der Auszeichnung für den besten Schauspieler geehrt.

"Wir haben unsere Herzen, wir haben unsere Seelen, wir haben unsere Leidenschaften in dieses Projekt eingebracht", sagte Delroy Lindo, der im Film einen Blues-Musiker spielt, als er stellvertretend für das ganze Team den Actor Award entgegennahm. Die früher als Screen Actors Guild Awards bekannten Preise heißen neuerdings nur noch Actor Awards.

Es war das erste Mal in dieser Filmpreis-Saison, dass "Blood & Sinners" die wichtigste Auszeichnung erhielt. Diese Entscheidung kann, muss aber nicht als Indikator gelten, welcher Film bei den Academy Awards den Oscar als Bester Film erhält.

Bei den vorherigen Galas hatte vor allem "One Battle After Another" abgeräumt, zuletzt am Samstag bei der Preisverleihung der Filmproduzenten. Der Polit-Thriller mit Leonardo DiCaprio in der Rolle eines gealterten linken Revolutionärs zeigt die tiefe politische Spaltung in den USA auf. "One Battle After Another" ist bei den Oscars in 13 Kategorien nominiert.

Bei den Actor Awards wurde Jessie Buckley als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Die Irin hat in dieser Saison fast jeden Filmpreis gewonnen für ihre Darstellung von Shakespeares Ehefrau Agnes im Film "Hamnet".

In dem britischen Historiendrama geht es um die Trauer von William Shakespeare und seiner Frau um ihren verstorbenen Sohn. Die 36-jährige Buckley gilt auch als große Favoritin bei der Oscar-Verleihung, die in der Nacht zum 16. März mitteleuropäischer Zeit stattfindet.

Für sein Lebenswerk ehrte die Schauspielergewerkschaft den Hollywood-Star Harrison Ford. Ford hat in seiner jahrzehntelangen Karriere zahlreiche Rollen verkörpert, die in die Filmgeschichte eingegangen sind: vom Weltraum-Schmuggler Han Solo in der "Star Wars"-Saga über "Blade Runner" bis zum Archäologen Indiana Jones, der im Jahr 1981 in "Jäger des verlorenen Schatzes" seinen ersten Auftritt auf der Leinwand hatte.

Er sei "in einem Raum mit Schauspielern, von denen viele hier sind, weil sie wegen ihrer tollen Arbeit für einen Preis nominiert sind, während ich hier bin, um einen Preis dafür zu bekommen, dass ich noch am Leben bin", sagte der 83-jährige Ford unter großem Gelächter des Publikums.

(V.Sørensen--DTZ)

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