Deutsche Tageszeitung - 15 Jahre nach Breivik-Anschlag: Norwegischer Regierungssitz wiedereröffnet

15 Jahre nach Breivik-Anschlag: Norwegischer Regierungssitz wiedereröffnet


15 Jahre nach Breivik-Anschlag: Norwegischer Regierungssitz wiedereröffnet
15 Jahre nach Breivik-Anschlag: Norwegischer Regierungssitz wiedereröffnet / Foto: © NTB/AFP

Fast 15 Jahre nach dem Anschlag des rechtsextremen Attentäters Anders Breivik in Norwegen ist der dabei beschädigte Regierungssitz in der Hauptstadt Oslo wiedereröffnet worden. "Heute begehen wir den Wiederaufbau nach dem Terror", sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Montag. Der Gebäudekomplex, der fortan 4100 Mitarbeitenden aus sechs Ministerien als Arbeitsort dienen soll, war bei dem Anschlag 2011 schwer beschädigt worden.

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Breivik hatte am 22. Juli 2011 im Regierungsviertel von Oslo acht Menschen mit einer Bombe getötet und anschließend auf der Insel Utöya weitere 69 Menschen erschossen, die meisten Teilnehmer eines Sommerlagers der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei. Er gab anschließend rechtsextreme Motive an. 2012 wurde Breivik zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

"Wir dürfen nicht vergessen, wir müssen die Geschichte bewahren, diejenigen ehren, die wir verloren haben, und denen beistehen, die noch immer vom Terror gezeichnet sind", sagte Störe bei der Wiedereröffnung des renovierten Gebäudes. Der Komplex umfasst auch ein Mahnmal mit Kunstwerken zum Gedenken an den Anschlag, das soll laut Störe bis Juli fertiggestellt werden soll.

Die Renovierungsarbeiten hatten 2021 begonnen. Laut der norwegischen Nachrichtenagentur NTB werden die Kosten des Wiederaufbaus auf 50 Milliarden Kronen (4,6 Milliarden Euro) geschätzt.

(L.Møller--DTZ)

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