Deutsche Tageszeitung - Männlich dominierter Wettbewerb: Cannes-Leiter weist Kritik an Filmauswahl zurück

Männlich dominierter Wettbewerb: Cannes-Leiter weist Kritik an Filmauswahl zurück


Männlich dominierter Wettbewerb: Cannes-Leiter weist Kritik an Filmauswahl zurück
Männlich dominierter Wettbewerb: Cannes-Leiter weist Kritik an Filmauswahl zurück / Foto: © AFP

Kurz vor dem Start des diesjährigen Filmfestivals von Cannes hat Festivaldirektor Thierry Frémaux erneut Kritik an der vergleichsweise großen Zahl von Wettbewerbsfilmen von männlichen Regisseuren zurückgewiesen. Mit Blick auf das offizielle Festivalplakat, das Geena Davis und Susan Sarandon aus dem Film "Thelma und Louise" von 1991 zeigt, sagte Frémaux am Montag, es gehe nicht darum, dem Festival ein "feministisches Image" zu geben.

Textgröße ändern:

Frauen führten nur bei fünf von 22 Filmen im diesjährigen Wettbewerb um die Goldene Palme Regie - im vergangenen Jahr stammten sieben von 22 Filmen aus der Hand einer Regisseurin. Frémaux sagte, es dürfe "unter keinen Umständen" eine Filmauswahl nach Quote geben, wie dies das Kollektiv 50/50 im Jahr 2018 in einer Charta gefordert hatte. Gleichzeitig sagte Frémaux, dass bei vergleichbaren Werken eines Regisseurs und einer Regisseurin die Wahl auf den Film der Regisseurin falle. Zudem seien die Festivalleitung und die Jurys paritätisch besetzt.

Das Filmfestival von Cannes beginnt am Dienstag. Im Wettbewerb um die Goldene Palme sind in diesem Jahr drei deutschsprachige Streifen. Obwohl die großen Hollywoodstudios dieses Mal nicht vertreten sind, werden zahlreiche Stars aus den USA an der Côte d'Azur erwartet, unter ihnen Adam Driver, Demi Moore, Kristen Stewart und Barbra Streisand. Das Filmfestival endet am 23. Mai.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Umfrage: Mehrheit für Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Eine Mehrheit der Bundesbürger spricht sich für ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus. In einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Sender RTL und ntv gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, dass der Zugang zu Plattformen wie Tiktok oder Instagram für unter 16-Jährige verboten werden sollte. 42 Prozent waren dagegen und halten eine Nutzung für diese Altersgruppe weiterhin für vertretbar.

Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde

Spektakulärer Zufallsfund bei einer Razzia in einem Vorort von Paris: Bei der Durchsuchung eines Hauses in Champigny-sur-Marne entdeckte die Polizei ein Gemälde des spanischen Jahrhundertmalers Pablo Picasso. "Dieser Fund erfolgte im Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen des Handels mit Rauschmitteln", teilte die Staatsanwaltschaft von Créteil am Samstag mit. Nach dem überraschenden Fund seien Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei eingeleitet worden.

Urteil: Große Festzelte auf Oktoberfest dürfen vorläufig vergeben werden

Zwei der großen Festzelte auf dem diesjährigen Oktoberfest in München dürfen vergeben werden. Laut einer Entscheidung darf die Zuteilung des Paulaner-Festzelts und der Schottenhamel-Festhalle an die vorgesehenen Brauereien und Wirte erfolgen, wie das Bayerische Oberste Landesgericht am Donnerstag mitteilte. Das Gericht entschied jedoch noch nicht, ob die Zulassungsverträge für die gastronomischen Großbetriebe grundsätzlich europaweit ausgeschrieben werden müssen.

Mann in Polen nach Tötung von kreml-kritischem Künstler Skrepezki festgenommen

Die Polizei in Polen hat nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk einen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, an der Tötung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in der Stadt Biala Podlaska am Montag beteiligt gewesen zu sein. Der Verdächtige habe einen "georgischen Pass benutzt", teilte Tusk am Donnerstag im Onlinedienst X mit. Die Sicherheitskräfte arbeiteten daran, den Drahtzieher zu finden, fügte er hinzu.

Textgröße ändern: